Eigentlich wirkt die Ausschreibung beinahe wie ein Ritterschlag unter Veranstaltungsorten: Wer als Halle den Deutschen Umweltpreis der DBU austragen möchte, sollte ein echtes Herz für Klimaschutz mitbringen – und das bitte lückenlos. Generalsekretär Alexander Bonde betont, dass der Sektor für Events gewaltige Möglichkeiten biete, um Klima- und Ressourcenschutz ganz konkret voranzubringen. Klar, die Ziele der EU und Deutschlands, was Klimaneutralität angeht, sind bekanntlich ambitioniert – aber das große Rad muss eben auch von vielen kleinen gedreht werden. Der Branchenblick? Erstaunlich: Knapp 2,7 Millionen Veranstaltungen jährlich in fast 8.000 Locations – das sind fast so viele Chancen auf nachhaltiges Handeln wie Gäste. Die DBU selbst lebt vor, was sie predigt: Sie war sogar bundesweit erste Institution, die für eine Veranstaltung den Blauen Engel bekommen hat – ein Gütesiegel, das bis vor kurzem eher auf Recyclingpapier zu finden war. Und trotz dem Anspruch an strenge ökologische Gesamtkonzepte (Anreise, Strom, Essen, bis hin zum – ja, wirklich – nachhaltigen Toilettenpapier) sieht Bonde die Auswahl der künftigen Veranstaltungsorte als echte Gelegenheit für Städte quer durchs Land, Pioniergeist zu zeigen. Das Rahmenprogramm jedenfalls bleibt hochwertig: Gala mit Bundespräsident am Sonntag, wissenschaftliches Symposium am Tag zuvor – beide inklusive umweltfreundlicher Kulinarik, gern vegetarisch oder vegan und natürlich regional. Doch trivial ist das alles nicht: Bis zu 1000 Gäste beim Fest, 300 Wissenschaftler am Vortag, und jeder Bissen soll dem eigenen Anspruch genügen. Aber der Einsatz lohnt: Der Deutsche Umweltpreis, 500.000 Euro schwer, zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen seiner Art. Es winkt also nicht nur Prestige, sondern auch die Chance, sich als Nachhaltigkeitsvorreiter zu inszenieren. Die nächsten Austragungsorte stehen schon fest: 2026 Aachen, 2027 Freiburg, 2028 Osnabrück. Dann wartet die Bühne für die neue Runde.
Die DBU vergibt von 2029 bis 2034 ihre Umweltpreisverleihung an Hallen, die Nachhaltigkeit konsequent umsetzen – eine Ausschreibung, die als Einladung an all jene Veranstaltungsorte gedacht ist, die mit echten ökologischen Gesamtkonzepten punkten wollen. Angesichts von Millionen Events in Deutschland pro Jahr sieht die DBU einen enormen Hebel für Ressourcenschonung im Veranstaltungsbereich und setzt selbst Maßstäbe, etwa durch die erstmalige Verleihung des Gütesiegels "Blauer Engel für Veranstaltungen". Neu hinzugekommen: Laut aktuellen Medienberichten wächst in der Veranstaltungsbranche angesichts verschärfter CO₂-Vorgaben und gestiegener Energiepreise der Druck, innovative Lösungen für eine klimafreundliche Logistik und Verpflegung zu entwickeln – viele Häuser investieren dafür in smarte Technik, grüne Catering-Konzepte oder nachhaltige Mobilitätsangebote. Auch werden laut FAZ und Zeit viele neue regionale Partnerschaften mit Ökobauern und lokalen Transportunternehmen geschlossen, um die Anforderungen an Umweltzertifikate praktisch umzusetzen und echten Mehrwert für die Besucher zu schaffen. Währenddessen diskutieren Fachkreise, wie sich hohe Umweltstandards langfristig auch bei zunehmenden Besucherzahlen und wachsendem Energiebedarf zuverlässig umsetzen lassen.