Krach positioniert sich mit ungewöhnlicher Offenheit gegen die Kürzungsüberlegungen beim Wohngeld, die Bundesfinanzminister Klingbeil ins Spiel gebracht hatte. Besonders bemerkenswert: Krach sieht darin nicht nur eine Belastung für die Schwächsten, sondern auch eine Steilvorlage für populistische Kräfte wie die AfD – eine Warnung mit politischem Sprengstoff. Was auffällt: Die Debatte ist Teil eines größeren Streits um sozialpolitische Weichenstellungen, bezahlbaren Wohnraum und auch um den Umgang mit politischen Grenzüberschreitungen sowohl am rechten als auch am linken Rand. Nach aktuellen Recherchen hat die Bundesregierung in Gesprächen mit Ländern und Verbänden Gespräche über die mögliche Neugestaltung des Wohngeldes aufgenommen. Der Wohnungsmarkt in Berlin bleibt angespannt, und immer deutlichere Stimmen aus der Politik, von Sozialverbänden und Mieterinitiativen fordern nicht nur den Stopp von Kürzungen, sondern gezielte Investitionen in neue Wohnbauprojekte und mietpreisbegrenzende Maßnahmen. Laut Experten wird die Kontroverse über Wohngeld und Mietpolitik zum Prüfstein für die soziale Glaubwürdigkeit der Koalition – und damit womöglich auch entscheidend für die nächsten Wahlen.