Bundesregierung verpasst entscheidenden Schritt: Hilfsorganisationen im Bevölkerungsschutz übergangen

Die Bundesregierung kündigt Milliarden für den Bevölkerungsschutz an – doch der angekündigte Fortschritt entpuppt sich aus Sicht des ASB als einseitig. Während Infrastruktur und staatliche Apparate gestärkt werden, spüren die Menschen an vorderster Linie wenig von dem Geldregen: Die Hilfsorganisationen bleiben im Schatten der Politik.

heute 14:22 Uhr | 1 mal gelesen

Da liegt er nun, der groß angekündigte "Pakt für den Bevölkerungsschutz" – frisch poliert und mit einer zehn Milliarden Euro schweren Zukunftsprognose versehen. Ein Befreiungsschlag gegen die Sorgen unserer Zeit, könnte man meinen. Doch wenn man genauer hinsieht, merkt man: Der Bund setzt vor allem auf Technikspielzeuge und das eigene Machen. Der ASB-Bundesvorsitzende, Knut Fleckenstein, klingt entsprechend ernüchtert. Klar, freut sich der ASB über Investments – wer würde das nicht? Aber, so Fleckenstein, Maschinen und Beton verhindern weder, dass Menschen panisch werden, noch kümmern sie sich tröstend um Verletzte oder unterstützen Senioren im Chaos. Die echte Arbeit, das, was zählt, leisten in Krisensituationen eben doch Menschen – und die finden wir, unsichtbar fürs Budget, bei Organisationen wie dem ASB. Statt also nur in Infrastruktur, Geräte und staatliche Spezialisten zu investieren, müssten laut ASB endlich auch die operativen Strukturen und die Menschen gefördert werden, die im Ernstfall Schulter an Schulter mit Betroffenen stehen. "Geld allein schafft keine Sicherheit", betont Fleckenstein. Und weil Worte im Raum manchmal verhallen (wie meiner Meinung nach zu oft, wenn es um sozialen Einsatz geht), erlaube ich mir die Frage: Wo bleibt eigentlich das Verständnis für die tägliche, leise Katastrophenvorsorge an Deutschlands Straßenrändern und in Vereinsheimen?

Die Bundesregierung stellt im neuen 'Pakt für den Bevölkerungsschutz' große Summen für technische und staatliche Aufrüstung bereit, dennoch fühlen sich die zivilen Hilfsorganisationen wie der ASB übergangen und kritisieren die mangelnde Wertschätzung sowie fehlende finanzielle Unterstützung für ihre operative Arbeit. Neue Berichte aus aktuellen tagesaktuellen Artikeln heben hervor, dass trotz permanenter Warnungen vor Naturkatastrophen, Cyberangriffen und demografischem Wandel die Zusammenarbeit zwischen Staat und freiwilligen Hilfskräften noch immer nicht konsequent gestärkt worden ist. Hilfsorganisationen fordern einen Fokus auf Ausbildung, langfristige Stärkung ehrenamtlicher Strukturen und deren bessere Einbindung in Entscheidungsgremien, damit der Bevölkerungsschutz im Fall der Fälle tatsächlich funktioniert.

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