Ermittlungen zu iranischen Anschlagsplänen: Klein zeigt sich erleichtert

Felix Klein, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, hat erleichtert auf die neuesten Enthüllungen reagiert: Demnach sollen Ermittler einen geplanten Anschlag des iranischen Staatsapparats auf Josef Schuster, den Zentralratspräsidenten der Juden in Deutschland, und Volker Beck von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft verhindert haben.

heute 15:45 Uhr | 2 mal gelesen

Wieder einmal zeigt sich, wie unberechenbar und gefährlich antisemitisch begründeter Extremismus werden kann – sogar mitten in Deutschland. Besonders das iranische Regime, das ja nicht gerade für Fingerspitzengefühl in Menschenrechtsfragen bekannt ist, steht dabei im Fokus. Für Klein ist das Einschreiten der Ermittlungsbehörden ein Volltreffer, zu dem er offenbar auch einen persönlichen Bezug hat: "Ich kenne Schuster und Beck gut und bin, ehrlich gesagt, richtig erleichtert, dass die Behörden hier so schnell und konsequent gehandelt haben", sagte er der Rheinischen Post. So sehen konkreter Schutz und funktionierende Sicherheitsbehörden aus – und all das ist, wie Klein andeutet, keine Selbstverständlichkeit. Gerade in Zeiten, in denen viele antisemitische Übergriffe erst auf den zweiten Blick als solche erkannt werden, braucht es eine wache Öffentlichkeit und handfeste Ermittlungsarbeit.

Der Skandal um geplante Mordanschläge des iranischen Regimes auf prominente Vertreter jüdischen Lebens und der Pro-Israel-Szene in Deutschland sorgt für Empörung und schärft den Blick für die Bedrohungen, denen exponierte Persönlichkeiten ausgesetzt sind. Felix Klein betonte die unerlässliche Rolle der Sicherheitsbehörden und begrüßte, dass das rechtsstaatliche Verfahren gegen den Tatverdächtigen bereits läuft. Die Entwicklungen zeigen, wie groß die Gefahr durch staatlich gelenkten Extremismus weiterhin ist – laut aktuellen Medienberichten werden die Ermittlungen vom Bundeskriminalamt koordiniert, die Bundesanwaltschaft hat die Führung übernommen und geprüft werden sollen auch mögliche Verbindungen zum internationalen Terrornetzwerk; Medien wie die Süddeutsche und der Spiegel weisen darauf hin, dass hier eine neue Eskalationsstufe erreicht sein könnte.

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