Vielfalt, Wachstum und Mut zum Risiko: Wie die Schörghuber Gruppe neue Märkte für sich entdeckt

München – Zwischen globalen Turbulenzen und politischen Herausforderungen bleibt die Schörghuber Gruppe auf Expansionskurs. Die traditionsreiche Unternehmensgruppe investiert weiter kraftvoll – und richtet dabei den Scheinwerfer nicht nur auf den Heimatmarkt Deutschland, sondern auch auf internationale Chancen.

vor 59 Minuten | 1 mal gelesen

Was in einer nüchternen Bilanz schnell untergeht: Die Schörghuber Gruppe lässt sich von den aktuellen Unwägbarkeiten am Markt und in der Politik nicht bremsen – im Gegenteil. Trotz rauer Winde ist der Umsatz im Jahr 2025 gestiegen, rund 1,79 Milliarden Euro erwirtschaftete der Konzern. CEO Florian Schörghuber betont, man investiere bewusst auch dann, wenn andere auf die Bremse treten – das zeugt von Selbstbewusstsein (oder, je nach Lesart, auch von einer beachtlichen Portion Wagemut). Fast 211 Millionen Euro wurden 2025 eingesetzt – kaum weniger als im Jahr zuvor. Kurzer Blick zurück: Das Vorjahr war von Einmaleffekten geprägt, etwa durch den Verkauf des Welfengarten-Projekts. Lässt man das außen vor, bleibt dennoch ein Wachstum von 4 Prozent, was angesichts des schwierigen Umfelds alles andere als selbstverständlich ist. Die Eigenkapitalquote blieb robust, die Zahl der Mitarbeitenden kletterte über die 6.700er-Marke – auch das liest sich nach vorne gewandt. Was wirklich auffällt, ist die breite Streuung des Geschäfts: Immobilien, Brauereien, Hotels, Lachs aus Chile – ein wilder Mix, der Risiken abfedert. Die Paulaner Brauerei – zu 70 Prozent im Konzern, als Joint Venture mit Heineken – schießt besonders kräftig, selbst auf einem schrumpfenden Biermarkt. Vor allem das Ausland brummt: China, Italien, Spanien ... Und demnächst gibt’s Paulaner Spezi auch in Frankreich und der Schweiz. Ventisqueros, die chilenische Lachszucht, liefert ebenfalls ab, insbesondere in die USA, auch wenn Zölle drücken. Ab und zu gibt es einen kleinen Dämpfer – zum Beispiel im Development, wo neue Wohnbauprojekte in München Zeit brauchen und der Markt knirscht. Trotzdem: Ein neuer Deal in London steht als Zeichen für den Willen, in der globalen Liga mitzuspielen. Spannend ist auch die Strategie im Hotelsektor: Nach Jahren des Feilens an den eigenen Häusern wagt sich Arabella Hospitality nun als White-Label-Anbieter ins Mittelmeer, Ibiza zuerst – ein mutiger Schritt. Und dann Deutschland: Da bleibt das Herz der Gruppe. Der Ruf nach einer Aufbruchsstimmung, nach mehr gemeinsame Kraft von Wirtschaft und Politik, klingt fast wie ein Appell, den CEO Florian Schörghuber geradezu mit Nachdruck formuliert. Am Ende stehen sie da, die Zahlen: Fast 5 Milliarden Euro Bilanzsumme, weiterhin solide Eigenkapitalbasis, rund 7.000 Beschäftigte, alles in allem ein Werk, an dem eifrig weitergehämmert wird. Alles andere als Stillstand – wohl eher der Entschluss, die Zukunft aktiv zu gestalten (auch wenn die Realität manchmal hakelig bleibt).

Die Schörghuber Gruppe zeigt sich 2025 als bemerkenswert widerstandsfähig gegenüber wirtschaftlichen und politischen Stürmen: Mit ausgewogenem Fokus auf Diversifizierung, internationalen Wachstumschancen und gleichzeitiger Verbundenheit zum deutschen Markt setzt die Münchner Familienholding Zeichen. Besonders die Bereiche Getränke und Seafood sorgen international für Zugkraft, während Investitionen und eine stabile Eigenkapitalquote für Sicherheit sorgen. Branchenquellen berichten zudem von einem wachsenden Trend bei deutschen Familienunternehmen, gezielt in neue Geschäftsfelder und Märkte zu gehen, um der konjunkturellen Unsicherheit proaktiv zu begegnen; die Schörghuber-Initiative in London und der Eintritt ins europäische White-Label-Hotelgeschäft sind ein Beispiel für diesen neuen deutschen Unternehmergeist. Zusätzlich berichten etwa die FAZ und das Handelsblatt über eine allgemeine Dynamik bei deutschen Mittelständlern, auch angesichts konjunktureller Schwächen weiter mit Innovation und Internationalisierung gegenzusteuern – etwa durch Investitionen in Nachhaltigkeit, neue Geschäftsmodelle und strategische Kooperationen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die gestiegene Relevanz agiler Managementstrukturen, um schneller auf krisenhafte Situationen zu reagieren, wie im Fall der globalen Lieferkettenprobleme oder geänderten Handelsbedingungen (z.B. Zölle im US-Geschäft). Schließlich zeigen aktuelle Recherchen eine wachsende Bereitschaft, politische Herausforderungen offen anzusprechen und den Schulterschluss mit politischen Akteuren aktiv einzufordern, um verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovation in Deutschland zu schaffen.

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