Christian Streich: Von der Trainerbank ins ZDF-Studio

Der ehemalige SC-Freiburg-Coach Christian Streich wagt einen Neustart: Bei der WM wird er erstmals als TV-Experte auftreten – und das ausgerechnet an seinem eigenen Geburtstag.

heute 11:36 Uhr | 1 mal gelesen

Kaum hat Christian Streich seinen Schreibtisch beim SC Freiburg endgültig geräumt, klopft das Fernsehen an. Das ZDF sicherte sich den ehemalig dienstältesten Bundesliga-Trainer für die Live-Analysen der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika. Ausgerechnet am 11. Juni, dem Tag, an dem Streich 61 Jahre alt wird, wird er beim WM-Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika seinen Einstand als TV-Experte feiern. Für ihn folgt gleich der nächste „Geburtstag im Stadion“ – diesmal eben nicht als Trainer, sondern als Kommentator. Sein erklärtes Ziel: Den Zuschauern die taktischen Feinheiten und Denkansätze der Spieler und Trainer verständlich und nachvollziehbar zu machen. Dafür steht Streich, der immer wieder für seine ungeschliffene und direkte Art gelobt und gelegentlich kritisiert wurde, ohnehin: kein glattgebügelter Stereotyp, sondern jemand mit Ecken, Kanten – und viel Herz. In der WM-Übertragung will das ZDF ihn unter anderem am 17. Juni zum England-Kroatien-Spiel sowie am 20. Juni zum zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalelf gegen die Elfenbeinküste einsetzen. Von 2012 bis zum Frühjahr 2024 war Streich das Gesicht des SC Freiburg. Kaum jemand kam an ihm vorbei – weder Kritiker noch Fans, denen er in Höhen und Tiefen treu blieb. Nun also: ein etwas anderer Platz an der Seitenlinie – mit Mikrofon statt Trillerpfeife. Gut möglich, dass so mancher Zuschauer gerade auf Streichs unorthodoxe Einwürfe fiebert. Oder man ist skeptisch. So oder so, Langeweile dürfte es mit ihm am Mikrophon nicht geben.

Frisch verabschiedet als Cheftrainer des SC Freiburg, wechselt Christian Streich ins Fernsehen und wird ZDF-Experte während der Fußball-WM in Nordamerika. Gleich zu seinem 61. Geburtstag steigt er beim Spiel Mexiko gegen Südafrika ein – weitere Einsätze folgen. Streich will für die TV-Zuschauer die Spielideen und Taktiken verständlich aufbereiten; das ZDF lobt seine Authentizität und unverblümte Art. Ergänzende Infos aus aktuellen Berichten: Streich hat sich öffentlich zu seiner neuen Rolle geäußert und betont, dass er sich bewusst auf die Vermittlung von taktischen Zusammenhängen und weniger auf reine Spielkritik konzentrieren möchte. Medien sehen in ihm einen Hoffnungsträger für lebendige und echte Fußball-Analysen abseits von Floskeln, insbesondere vor dem Hintergrund, dass viele Expertenrunden als zu glatt und wenig authentisch kritisiert werden. Die Zuschauer reagieren in sozialen Netzwerken bislang überwiegend neugierig und positiv, einige wünschen sich, dass Streich besonders die gesellschaftspolitische Seite des Fußballs einbringen möge.

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