Georg Cremer fordert eine grundlegende Überarbeitung der Anrechnungssysteme für Sozialleistungen, damit gering verdienende Familien und Alleinerziehende einen höheren Anteil (mindestens 30 %) von zusätzlichem Verdienst behalten können. Nach aktuellen Regelungen werden Sozialleistungen wie Wohngeld und Kinderzuschlag oft so stark angerechnet, dass von mehr Arbeit kaum finanzieller Nutzen übrig bleibt – besonders für Familien mit mehreren Kindern im unteren bis mittleren Einkommensbereich. Die vorgeschlagene Reform hätte laut Expertenschätzungen zwar erhebliche Kosten, könnte aber zentral zur Armutsbekämpfung und Motivation von Geringverdienern beitragen. Laut aktuellen Berichten fordern immer mehr Experten sozial gerechtere Reformen, da ein Großteil der Sozialhilfeempfänger trotz Erwerbstätigkeit nur schwer über die Runden kommt. Erste politische Ansätze für eine Überprüfung der Systeme und weitere Modellrechnungen zur Entlastung von unteren Einkommen sind bereits in Diskussionspapieren der Bundesregierung und politischen Stiftungen aufgenommen worden. Zudem stehen die steigenden Lebenshaltungskosten und die Inflation weiter im Fokus der aktuellen Debatte um Sozialreformen und Existenzsicherung.
13.04.26 01:02 Uhr