Energiekrise: Eon-Chef sieht anhaltend hohe Strom- und Gaspreise wegen Iran-Konflikt

Eon-Chef Filip Thon erwartet, dass der Iran-Krieg die Preise für Strom und Gas dauerhaft auf einem höheren Niveau hält – ein Zurück zu den alten Kosten scheint so schnell nicht in Sicht.

heute 05:12 Uhr | 3 mal gelesen

Dass die Energiepreise Achterbahn fahren – das ist ja inzwischen fast Alltag. Aber was Filip Thon von Eon in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vorrechnet, klingt dann doch besorgniserregend. Er meint, dass die Erschütterungen durch den Konflikt mit dem Iran die Preise an den Märkten wohl länger oben halten werden. Thon spricht von ziemlich herben Preissprüngen: Beim Gaseinkauf teils plus 75 Prozent, beim Strom um ein gutes Drittel. Und wenn man fürs nächste Jahr schaut, wartet schon die nächste Stufe – mindestens 60 Prozent mehr fürs Gas, 20 Prozent fürs Stromgroßhandel. Auch wenn das alles nicht komplett eins zu eins direkt bei uns ankommt, die Richtung ist mehr als deutlich. Kurze Ausschläge, hin und wieder, okay. Aber 'zurück auf Start' – davon will Eon jetzt nichts mehr wissen. Mir fällt dazu auf: Die Abhängigkeit von geopolitischen Krisen ist ein echtes Problem, das nicht nur auf dem Papier existiert.

Eon-Chef Filip Thon betont, dass der Iran-Krieg die Preise für Strom und Gas wahrscheinlich dauerhaft erhöht hat – und allzu schnelle Entspannung ist seiner Einschätzung nach unwahrscheinlich. Die massiven Preisanstiege auf den Energiehandelsplätzen spiegeln eine weltweite Unsicherheit und zeigen, wie sehr geopolitische Konflikte inzwischen die Versorgungs- und Preissicherheit beeinflussen. Seit dem Jahresbeginn sind beispielsweise laut aktuellen Branchenanalysen die Strompreise an deutschen Börsen bis zu 40% gestiegen, was nicht nur Unternehmen, sondern vor allem Haushalte zunehmend belastet. Darüber hinaus diskutieren zahlreiche Energieexperten über mögliche politische Gegenmaßnahmen wie den Ausbau erneuerbarer Energien, Preiskontrollen oder Steuererleichterungen als Puffer für Verbraucher. Die Abhängigkeit Europas von Energieimporten, insbesondere aus konfliktbehafteten Regionen, bleibt kritisch – laut Analysen von DW, FAZ und Zeit drohen weitere Preisschocks, sollte die Situation im Nahen Osten eskalieren oder die Versorgungslinien erneut gestört werden.

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