Um die verletzungsbedingten Ausfälle von Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic zu kompensieren, setzt Nagelsmann auf frische Kräfte aus Stuttgart. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Montag bekanntgab, fällt Nmecha vom BVB aufgrund eines Außenbandschadens im Knie aus. Pavlovic vom FC Bayern München laboriert wiederum an Hüftproblemen – auch er fehlt. Nun rückt Stiller als möglicher Taktgeber ins defensive Mittelfeld, während Führich mit seiner Spritzigkeit auf den Flügeln Chancen erhält. Für Deutschland stehen die Begegnungen gegen die Schweiz (27. März, Basel) und Ghana (30. März, Stuttgart) an. Die Statistik mit den Nachbarn aus der Schweiz ist erstaunlich ausgewogen: Von 54 Duellen hat die deutsche Elf 36 gewonnen, ebenso oft stand es Unentschieden wie ein schweizerischer Sieg (je neun Mal). Gegen Ghana, Afrikameister und durchaus robustes Team, stehen bisher drei Partien in den Geschichtsbüchern – denkwürdig das 6:1 am 14. April 1993 sowie das spannende 2:2 bei der WM 2014. Es sind Begegnungen, die manchmal überraschen.
Mit der kurzfristigen Nachberufung von Angelo Stiller und Chris Führich versucht Julian Nagelsmann, den Ausfall zentraler Mittelfeldspieler kreativ zu lösen. Gerade Führichs Tempo und Flexibilität werden dem Team vermutlich einen frischen Impuls geben, während Stiller Stabilität bringen kann – zumindest die Hoffnung vieler Fans. Interessanterweise zeigen Diskussionen in den Medien: Der Trainer scheint in einer Findungsphase und testet neue Varianten, vielleicht auch als Reaktion auf zuletzt durchwachsene Leistungen der Nationalelf.
International bekommt die Personaldecke in der DFB-Auswahl ohnehin viel Aufmerksamkeit. Medien betonen immer wieder, wie die jungen Spieler den Kader beleben könnten, während Kritiker einfordern, dass Nagelsmann konsequent auf frische Kräfte setzt. Auch das anstehende Spiel gegen Ghana wird als echter Belastungstest gesehen, weil Ghana technisch und physisch ein unangenehmer Gegner ist.