Kiesewetter drängt auf Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine

Angesichts der jüngsten russischen Angriffe fordert Roderich Kiesewetter (CDU) die Bundesregierung auf, endlich Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine zu liefern. Er hält dies für dringend geboten – nicht nur aus militärischer, sondern auch aus politischer Perspektive.

heute 15:59 Uhr | 3 mal gelesen

Taurus-Marschflugkörper – ein Thema, das in Berlin seit Monaten im Kreis geht, scheint für Roderich Kiesewetter auf der Stelle zu treten. Der CDU-Verteidigungspolitiker sieht die Notwendigkeit klar: Die Ukraine braucht moderne und weitreichende Präzisionswaffen. Insbesondere, um russische Nachschubwege und Infrastruktur, etwa auf die Krim, gezielt außer Gefecht zu setzen. Merkwürdig: Aus dem Kanzleramt kommen abwechselnd Beschwichtigungen und kategorische Ablehnungen – trotz der Tatsache, dass Merz früher selbst laut nach solchen Lieferungen rief. Kiesewetter hält das Argument der Bundesregierung, die Ukraine benötige den Taurus nicht mehr, schlicht für falsch. Seiner Meinung nach steht zu viel auf dem Spiel: Mit Taurus könnten Munitionsdepots und Stellungen, von denen wiederum russische Raketen und Drohnen auf Wohngebiete abgefeuert werden, vorab zerstört werden. Das kann Leben retten – und ist, bei Licht betrachtet, ein Gebot schlichter Vernunft. Über die rein militärische Logik hinaus sieht Kiesewetter aber auch eine Signalwirkung: Ein Zögern Deutschlands nehme Russland als Schwäche wahr, beklagt er, Lippenbekenntnisse alleine schützten keine ukrainischen Familien. Auch Anton Hofreiter von den Grünen pflichtet ihm dabei: Gerade jetzt dürfe sich die Bundesregierung nicht weiter hinter Ausflüchten verschanzen – sonst werde der Moment für entschlossene Unterstützung endgültig verspielt.

In jüngster Zeit hat sich die Debatte um die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine weiter verschärft. Während die Bundesregierung aus Gründen wie Eskalationsrisiken und Sorge vor einer direkten Beteiligung Deutschlands zögert, wächst in Teilen der CDU/CSU und bei den Grünen der Druck, endlich eine klare Entscheidung zu treffen. Expert:innen warnen allerdings davor, dass mit steigender Zahl russischer Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine ein weiteres Hinauszögern sowohl militärisch als auch moralisch schwer zu rechtfertigen sei. Neuere Medienberichte zeigen, dass die Lieferung von Präzisionswaffen wie dem Taurus nicht nur als militärisches Mittel, sondern auch als politisches Signal an Moskau interpretiert wird. Die Bundesregierung bleibt angesichts der unklaren Folgen und der Gefahr einer möglichen Eskalation in einer Zwickmühle – doch die Stimmen, die eine Lieferung fordern, werden beinahe täglich lauter.

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