Berlin reagiert: Russischer Botschafter ins Auswärtige Amt zitiert

Nach massiven Angriffen auf zivile Ziele in der Ukraine und der Aufforderung an Diplomaten zum Rückzug hat Deutschland diplomatische Konsequenzen gezogen.

heute 15:51 Uhr | 3 mal gelesen

Auf der Social-Media-Plattform Bluesky veröffentlichte das Auswärtige Amt am Dienstag eine deutliche Nachricht: Der russische Botschafter wurde einbestellt. Anlass sind sowohl die russische Forderung, die deutsche Botschaft solle Kiew räumen, als auch die aktuellen Raketenangriffe – darunter Attacken auf Krankenhäuser, Schulen und auch Fernsehstudios, die deutsche Medien wie ARD und Deutsche Welle in Mitleidenschaft zogen. Berichten zufolge hat Russland dabei auch eine Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt, die sogar atomwaffenfähig sein soll. Klare Worte dazu aus Berlin: "Russland setzt auf Drohung, Terror, Eskalation. Wir haben den russischen Botschafter einbestellt." Von Einschüchterung wolle man sich nicht beirren lassen – im Gegenzug werde Deutschland die Unterstützung für die Ukraine verstärken. Manchmal frage ich mich, wie viele solcher diplomatischen Schritte wirklich etwas verändern – oder ob sie vor allem Symbolkraft besitzen. Aber in diesen Tagen wirkt selbst ein scheinbar routinierter Protest wie ein kleiner Donnerschlag im Berliner Politikalltag.

Die Bundesregierung hat am Dienstag den russischen Botschafter ins Auswärtige Amt zitiert – ein deutliches Zeichen des Protests gegen die jüngste Eskalation russischer Angriffe auf die Ukraine, bei denen auch zivile Einrichtungen sowie deutsche Pressevertreter in Kiew getroffen oder beschädigt wurden. Grund war außerdem die russische Forderung an deutsche Diplomaten, das Land rasch zu verlassen, was als gezielte Drohgebärde gewertet wird. Experten sehen die fortgesetzten russischen Angriffe, insbesondere mit neuartigen Raketen wie der Oreschnik, als Versuch, psychologischen Druck auf Kiews Unterstützer auszuüben und die internationale Solidarität zu testen. Seitens der Bundesregierung wurde betont, dass die Unterstützung für die Ukraine uneingeschränkt weitergehe – die Einbestellung des Botschafters ist dabei als scharfe diplomatische Reaktion auf Moskaus Vorgehen zu verstehen. Auch international wächst die Besorgnis: Während Kiew weiterhin Opfer russischer Luftschläge wird, rufen immer mehr Länder zu entschiedeneren Reaktionen auf. Es bleibt abzuwarten, wie viel Einfluss solche symbolischen Maßnahmen tatsächlich auf den Kreml haben, doch Deutschlands diplomatischer Protest ist Teil einer wachsenden europäischen Front gegen russische Kriegsführung und Einschüchterung.

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