Wenn man ehrlich ist, hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass Nadiem Amiri doch noch auf den WM-Zug springt. Aber nach einer beeindruckenden Spielzeit bei Mainz 05 und knackigen Joker-Einsätzen für die Nationalelf hat ihn Julian Nagelsmann jetzt tatsächlich nominiert. So unerwartet das war, so nachvollziehbar war die Begründung: Amiri bringt diesen Schuss Mentalität, diese besondere Energie, die nach Einwechslungen direkt das Spielfeld flutet – und das fällt nicht vielen auf.
David Raum hingegen hat seine Lektion aus der enttäuschenden WM in Katar gezogen. Symbolisch fast wie ein Comeback-Kid, arbeitete er sich in der Folge zur Führungsperson bei RB Leipzig hoch, ist dort inzwischen Kapitän und auch in der Nationalelf kaum wegzudenken. Seine Rolle im diesjährigen WM-Kader bleibt spannend, denn er hat sich zum Strategen entwickelt, sowohl auf dem Feld als auch daneben.
Und dann ist da noch Nick Woltemade, Stürmertalent, das in Newcastle einen rasanten Start hingelegt hat. Nach früher Euphorie kam allerdings die kalte Dusche auf der Ersatzbank. Dennoch: Woltemade hat gebissen, sich im Nationalteam behauptet – aber ob er auf dem WM-Parkett wirklich glänzen wird? Das bleibt die große Frage.
Tommi Schmitt bleibt im echten Leben wie in der Doku in erster Linie Fan und Beobachter. Mal hockt er mit den Jungs in der Kabine, dann wieder am Biertresen – immer auf der Suche nach Momenten, die einem als Zuschauer das Gefühl vermitteln, wirklich dabei zu sein. Seine „Doku mit anderer Machart“ hat er kürzlich im ZDF-Morgenmagazin vorgestellt und zeigt einmal mehr, dass Fußball eben auch abseits des Rasens Geschichten schreibt – große wie kleine, am Spielfeldrand und zu Hause.
(Pressekontakt beim ZDF: pressedesk@zdf.de)
Die Doku „World Cup – mit Tommi Schmitt“ wirft einen unverstellten Blick auf das Leben dreier Nationalspieler auf ihrem Weg zur WM 2026. Mainzer Publikumsliebling Amiri, Leipzigs Kapitän Raum und Newcastle-Stürmer Woltemade werden in allen Facetten zwischen Verein, DFB und Privatleben portraitiert. Recherchen zeigen: Neben sportlichen Aspekten schlägt die Doku Brücken zu Themen wie Druck, Selbstzweifel, Integration und Teamgeist – Aspekte, die auch in aktuellen Artikeln zur Nationalmannschaft, etwa bei der FAZ und der Süddeutschen, aufgegriffen werden. Die Vorfreude auf die WM wird aktuell von Diskussionen um die Kaderzusammenstellung, taktische Experimente von Trainer Nagelsmann und die Gesamtform der Mannschaft begleitet; zugleich rückt das ZDF mit der Doku den Menschen hinter dem Profi ins Scheinwerferlicht. Interessant ist, wie in letzter Zeit vermehrt auf persönliche Geschichten und Herausforderungen der Nationalspieler eingegangen wird, etwa auf ihre sozialen Medien, den Umgang mit Fans oder Anpassungsdruck nach Vereinswechseln.