Im Kern dokumentieren die neuen BER-Zahlen, dass Hunderttausende Passagiere den Hauptstadtflughafen regelmäßig für Langstrecken nutzen möchten, aber mangels Nonstop-Angeboten (insbesondere nach Asien und Nordamerika) auf Umwege über andere Drehkreuze angewiesen sind. Die Rufe nach politischen und wirtschaftlichen Veränderungen werden lauter: Neben besseren Direktverbindungen rücken Wettbewerbsfragen in den Fokus, vor allem das Flugnetz-Monopol von Lufthansa mit ihren Auftrittsorten München und Frankfurt steht am Pranger. Aktuell sieht es so aus, dass ohne gezielte Investitionen und aktive politische Einflussnahme die Hauptstadt weiter abgehängt bleibt – aus Sicht vieler Berliner ein untragbarer Zustand. Nach Durchsicht neuer Medienberichte (taz, DW, Spiegel, Zeit, The Local, u.a.) ergibt sich: BER bleibt ein Sorgenkind im deutschen Flugverkehr. Diskussionen über Expansionspläne und Initiativen für mehr Fernflüge (u.a. nach New York und Shanghai) sind in vollem Gange. Kritisch bleibt die Rolle von Lufthansa, die weitgehend bestimmt, welche deutsche Stadt internationale Knotenfunktion bekommt, und dabei Berlin oft zurückstellt.
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