Mit dieser Tarifvereinbarung betritt St. Pauli sportgesellschaftliches Neuland in der deutschen Fußballwelt und setzt ein Signal für fairere Arbeitsbedingungen auch jenseits des Rasens. Gerade in einer Branche, in der Professionalität oft heißt, dass sich alles nur um die Spieler dreht, ist das bemerkenswert. Laut aktuellen Berichten in anderen Medien wurde die Initiative als Zeichen für mehr soziale Verantwortung im Profisport gewertet – gerade in Hinblick auf die wachsende Kommerzialisierung, die teils zu prekären Arbeitsverhältnissen am Spielfeldrand geführt hat. Zusätzlich berichtet beispielsweise die Süddeutsche Zeitung von der Zustimmung zahlreicher Faninitiativen und kleinen Vereinen, die hoffen, dass andere Clubs nachziehen. Das Hamburger Abendblatt hebt hervor, dass tarifgebundene Beschäftigungsverhältnisse bislang im Profifußball die Ausnahme sind – St. Pauli könnte also tatsächlich für andere Sportvereine eine gewisse Blaupause liefern. Interessant: Die Umstellung auf Tariflohn könnte nach Ansicht von Arbeitsrechtlern mittelfristig zu einem zufriedeneren Personal und geringeren Fluktuationen führen, auch wenn der Verein anfangs höhere Ausgaben stemmen muss. Fazit: Ein mutiger Schritt, der in der Branche wohl für Gesprächsstoff sorgen wird.