Das Spiel begann etwas zäh, ehrlich gesagt: Die Gastgeber wirkten anfangs zwar motiviert, aber großartige Torchancen? Fehlanzeige. Freiburg hingegen präsentierte sich defensiv clever, lauerte auf seine Gelegenheit und wartete ruhig ab. Wie aus dem Nichts dann der erste Streich: Igor Matanovic nahm in der 33. Minute Maß, nach einem klugen Kopfballzuspiel, und knallte den Ball mit einem feinen Schuss ins Netz. Kurzer Nervenkitzel, weil der Videoschiri wachsam draufguckt – dann Erleichterung, der Treffer zählt. Wenig später zeigte Yuito Suzuki, warum er aktuell als Hoffnungsträger gilt: Mit dem 0:2 vor der Pause setzte er ein deutliches Zeichen. Nach dem Seitenwechsel? Freiburg ließ nicht locker. Direkt nach Wiederanpfiff krönte Suzuki seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer – das 0:3 war für Celta kaum mehr aufzuholen. Die Gastgeber mühten sich, versuchten es immerhin, doch mehr als ein spät erzieltes 1:3 durch Williot Swedberg sprang nicht heraus. Am Ende: verdienter Freiburger Jubel, nicht nur bei den mitgereisten Fans.
Der SC Freiburg hat sich mit Herz und Disziplin ins Halbfinale der Europa League gespielt und damit europäische Vereinsgeschichte geschrieben. Besonders auffällig war die Effektivität vor dem Tor und die defensive Kompaktheit; genau diese Mischung fehlte dem Gegner RC Celta spürbar. Die Freiburger kämpfen künftig um ihren ersten internationalen Titel und treffen auf einen der ganz großen Klubs – ein bemerkenswerter Schritt für einen Verein, dem man noch vor wenigen Jahren solch einen Erfolg kaum zugetraut hätte. Laut aktuellen Pressemeldungen war besonders die personelle Stabilität des Freiburger Kerns entscheidend, bei dem Trainer Christian Streich auf einen Mix aus erfahrenen Stammspielern und jungen Talenten setzte. Auch Streichs emotionale Ansprache nach dem Schlusspfiff wurde in mehreren Medien gelobt: Er sprach von 'dem größten Abend meiner Trainerlaufbahn'. International sehen viele den SC jetzt als gefährlichen Underdog.