Champions-League-Playoff: Leverkusen verschafft sich Polster gegen Olympiakos

Mit einem eiskalten Doppelschlag gewinnt Bayer Leverkusen bei Olympiakos Piräus und schiebt sich damit einen großen Schritt näher ans Achtelfinale der Champions League.

18.02.26 23:05 Uhr | 3 mal gelesen

Es gibt Abende, an denen eine Mannschaft in der Fremde alles so erledigt, wie es auf dem Drehbuch stehen könnte – und genau so einer war dieser Dienstag für Leverkusen. Obwohl Olympiakos zu Beginn hungrig zur Sache ging, Leverkusen früh presste und gleich ein paar Mal kurz Gefahr anklingen ließ (Taremi, Martins), gelang den Gastgebern kein Durchbruch. Janis Blaswich im Tor der Gäste strahlte Ruhe aus, was in so brodelnder Atmosphäre kein Selbstläufer ist. Erst nach etwa zwei Dritteln der ersten Halbzeit kam die Werkself (Übrigens: Warum eigentlich immer diese Autometapher?), besser ins Spiel. Schick testete Tzolakis, dann landete Mazas Versuch nur am Querbalken – das Glück klebte Bayer da noch nicht an den Stiefeln. Kurz vorm Pausenpfiff: Griechen jubeln, aber VAR winkt ab – Abseits. Nach der Pause hätte die Partie kippen können, tat sie aber nicht. Stattdessen setzte Leverkusen den tödlichen Konter. Erst Schick, nach toller Vorarbeit, bringt sie auf Kurs, dann köpft er eine Ecke energisch ins Netz, drei Minuten später. Zwei Tore wie aus dem Lehrbuch, wobei man hinzufügen muss: Fußball ist selten ein Lehrbuchfach. Olympiakos war angeknockt, Leverkusen plötzlich Chef auf dem Platz – sie spielten das recht abgeklärt herunter. Die Griechen probierten es noch, vor allem Rodinei oder Luiz aus der Ferne, doch Schicks Fast-Triple hätte sogar den Deckel schon draufmachen können. Durchgewechselt wurde noch, aber am Stand rührte sich nichts mehr.

Leverkusen hat am Dienstagabend in Piräus mit 2:0 gewonnen. Die Mannschaft geriet zwar zu Beginn unter Druck, drehte die Partie aber nach dem Seitenwechsel mit zwei schnellen Toren von Patrik Schick. Olympiakos blieb nach dem Doppelschlag seltsam blass und brachte die Gäste danach nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Das Ergebnis verschafft Bayer eine sehr gute Position für das Rückspiel. — Ergänzung: Laut jüngsten Berichten von Spiegel Online und der FAZ bleibt die Siegesserie der Leverkusener unter Trainer Xabi Alonso damit weiter eindrucksvoll; gleichzeitig hob die SZ hervor, wie der erneut starke Schick nach einer langen Durststrecke zuletzt wieder zur Torgarantie geworden ist. Auch wurde betont, dass Leverkusen durch cleveres Umschaltspiel und Disziplin in der Defensive auffiel, während bei Olympiakos vor allem nach den Gegentoren der Wille zu kippen schien.

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