Mitgliederboom bei DLRG: Mehr als 640.000 Engagierte – Rekordjahr für die Wasserretter

640.000 – diese Riesenzahl steht jetzt hinter dem Namen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Der Verein verzeichnet damit einen neuen Rekord an Mitgliedschaften. „Dass sich wieder deutlich mehr Menschen für unser Engagement interessieren, macht Mut und motiviert uns sehr“, urteilt Präsidentin Ute Vogt. Sie spricht von einem langjährigen positiven Trend, der lediglich von der Pandemie gebremst wurde. Die gestiegenen Zahlen zeigen: Schwimmfähigkeit ist und bleibt eine gesellschaftlich relevante Aufgabe.

heute 07:05 Uhr | 6 mal gelesen

Im Bereich der Jüngsten geht der Trend klar nach oben: Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Mitglieder bis zwölf Jahre um stolze 5.615, also rund 2,8 Prozent – erstmals übertrifft die DLRG damit die 200.000er-Marke bei den Kindern. Faszinierend übrigens, dass fast die Hälfte sämtlicher Mitglieder 18 Jahre jung oder jünger ist. Präsidentin Ute Vogt wertet diesen Schwung als Zeichen, dass der Verein auch in einer alternden Gesellschaft genügend Nachwuchs gewinnt, um die Sicherheit an deutschen Badestellen aufrecht zu erhalten. Aber nur, um mal ehrlich zu sein: Der Run auf Schwimmkurse schlägt auch an anderer Stelle durch, nämlich bei der Verfügbarkeit. Laut einer Umfrage des WDR beispielsweise sieht es in Nordrhein-Westfalen düster aus – viele Vereine sind ausgebucht, von freien Plätzen keine Spur (https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/schwimmkurse-auslastung-nrw-datenrecherche-100.html). Fehlende Wasserzeiten, ausgelastete Bäder und eine teils marode Infrastruktur machen es schwerer denn je, der Nachfrage gerecht zu werden. Die DLRG fordert deshalb dringlich Investitionen in Bäderlandschaften, denn ohne Wasser keine Schwimmer. Die Bundesregierung hat den Handlungsbedarf erkannt und finanziert mit 20 Millionen Euro das Modellprojekt „Deutschland lernt Schwimmen“, dazu kommen 250 Millionen für Schwimmbadsanierungen im Jahr 2024. Nicht nur die Kinderzahlen steigen: Auch Erwachsene treten verstärkt bei – besonders im Bereich 30 bis 49 sowie bei den Über-60-Jährigen geht’s spürbar aufwärts. Speziell Hamburg, Berlin und Brandenburg verbuchen Zuwächse deutlich über dem Bundesschnitt. Insgesamt zeigt sich: Die DLRG wird jünger, vielfältiger – und bleibt ein wichtiger Bestandteil bürgerschaftlichen Engagements für Sicherheit im Wasser. Ehrenamtliche kümmern sich Tag und Nacht, verrechnen 2,6 Millionen Stunden Wasseraufsicht pro Jahr und stehen bei Notfällen deutschlandweit bereit. Gestützt wird das Ganze durch über 1,3 Millionen Spenderinnen und Spender, die quasi im Hintergrund mitpaddeln. Übrigens: Bundespräsident Steinmeier hält als Schirmherr die schützende Hand über das Engagement der DLRG.

Die Mitgliedszahlen der DLRG erreichen mit über 640.000 einen neuen Höchststand. 2025 war trotz schwieriger Infrastruktur ein Rekordjahr, gerade bei jungen Mitgliedern und in den Altersgruppen ab 30 aufwärts. Während die Nachfrage nach Schwimmkursen vielerorts das Angebot übersteigt, signalisiert die Bundesregierung mit Investitionen in Bäderbau, dass der Stellenwert der Schwimmausbildung für die Bevölkerung und den Katastrophenschutz hoch bleibt. Erweiterte Perspektiven aus aktuellen Medien: Die öffentliche Diskussion um das Schwimmenlernen hat an Fahrt aufgenommen. Viele Städten und Gemeinden kämpfen weiterhin mit der Sanierung maroder Bäder und langen Wartelisten auf Kursplätze, wie etwa die aktuellen Berichte in den großen Tageszeitungen zeigen (taz, FAZ, SZ). Andererseits fordert die DLRG, dass das Thema Schwimmenlernen zentraler Bestandteil der Bildungspolitik bleibt, um langfristig das Risiko von Badeunfällen in allen Altersgruppen zu verringern. Hinzu kommt die Debatte um Inklusion schwacher Schwimmerinnen und Schwimmer sowie der geplante Ausbau regionaler Förderprogramme für Vereinsausbildende, etwa in Kooperation mit Schulen.

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