Manchmal ist ein Fußballabend einfach vorhersehbar – und dann kommt alles doch ein wenig schräg daher. Bayern spielte sich jedenfalls an diesem Sonntag in eine berauschende Form und fegte die elf (später nur noch zehn) Hoffenheimer mit 5:1 vom Feld. Schon früh musste Kevin Akpoguma runter, Hand auf Luis Diaz am eigenen Strafraum, letzte Mann, keine zwei Meinungen – und plötzlich stand der eiskalte Harry Kane mit dem Elfmeter auf dem Punkt. 1:0, Bayern vorn, alles läuft nach Drehbuch. Aber dann, tatsächlich, ein Hauch Hoffnung für Hoffenheim: Neuer patzt, Kramaric bedankt sich und schiebt ein. Die Partie wogt kurz, aber Bayern lässt sich vom Ausgleich nicht beeindrucken. Noch vor dem Pausenpfiff gibt’s wieder Elfer – Kane bleibt cool – und Diaz legt gleich darauf auch schon nach. 3:1 zur Halbzeit, da war der Deckel fast schon drauf. Und nach der Pause? Ehrlich, von Hoffenheims tapferen Zehn war nicht mehr viel zu holen. Diaz trifft nochmal doppelt – was für ein Abend für ihn. Bayern souverän, der Sieg nie wirklich in Gefahr. Vielleicht ein wenig schade für die Gäste, deren Kampfgeist niemand leugnen wird – aber am Ende steht eben die Klasse der Bayern im Vordergrund.
Mit dem eindeutigen 5:1-Heimsieg hält der FC Bayern die Verfolger auf Distanz. Zwei Mal Kane vom Punkt, ein glänzend aufgelegter Diaz und ein einziges fatales Missgeschick von Manuel Neuer – so mischte sich Drama mit Dominanz. Bei Hoffenheim bleibt trotz allem der schale Nachgeschmack einer frühen (und vielleicht etwas überharten) Roten Karte, doch die Münchner hätten wohl auch mit elf gegen elf beste Chancen auf einen klaren Heimsieg gehabt. Nach Lage der aktuellen Presseberichte aus den letzten 48 Stunden dominieren weiterhin die Bayern-Schlagzeilen, wobei sich viele Stimmen teils verwundert über die Leichtigkeit des Erfolgs äußern. Neuigkeiten aus der Fußballszene, zum Beispiel Debatten um Schiedsrichterentscheidungen, Berichte über Kanes offenbar zunehmende Führungsqualitäten und das muntere Spekulieren um die Chancen von Borussia Dortmund im Titelrennen, lassen die Bundesliga nicht zur Ruhe kommen.