Das Spiel hatte sofort Tempo. Der Schiedsrichter hatte kaum angepfiffen, da klingelte es schon – Källman schiebt gleich in der fünften Minute ein und versetzt die 96er-Fans in Euphorie. Hannover zeigte sich druckvoll, präzise, fast ein bisschen übermotiviert – aber es funktionierte ja. In der 21. Minute dann die nächste Erlösung: Aseko Nkili nutzt eine Unachtsamkeit im Kieler Strafraum knallhart aus. Lange schien es ungefährdet, dann kam Kiel mit einem schnellen Anschluss durch Harres zurück – plötzlich lag eine Prise Drama in der Luft. Aber es blieb beim kurzen Hoffnungsschimmer: Thordarson stellte mit dem 3:1 in der 78. Minute die Weichen endgültig auf Sieg. Die Tabelle rückt durch den Ausgang enger zusammen, Hannover springt auf Platz fünf – klingt fast besser, als es bei eingehender Betrachtung der Saison zuvor war. Kiel hingegen muss sich nach unten orientieren und hofft auf eine Trendwende gegen Schalke. Zeit für (halbe) Freudensprünge am Maschsee. In den übrigen Partien: Karlsruhe und Düsseldorf trennen sich 1:1, während Bielefeld ein enges 3:2 gegen Braunschweig einfährt.
Hannover 96 konnte seine Serie ungeschlagener Spiele fortsetzen und setzte mit dem Sieg gegen Holstein Kiel ein Zeichen im Aufstiegsrennen. Nach einer dominanten ersten Hälfte zeigte das Team von Trainer Stefan Leitl eine abgeklärte Leistung, während Kiel trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers keine Mittel gegen das sichere Defensivkonzept der Niedersachsen fand. Die Situation im Mittelfeld der Tabelle bleibt damit spannend, da Hannover nun realistische Chancen auf einen der Aufstiegsplätze wahrt, während Kiel ins untere Tabellendrittel rutscht.
Ergänzend: Die Partie wurde von taktischer Disziplin auf Seiten Hannovers geprägt, wie aktuelle Expertenanalysen im "Kicker" betonen, während Holstein Kiel in puncto Kreativität und Durchschlagskraft Schwächen offenbarte. Parallelspiele brachten zudem wichtige Impulse für den Abstiegskampf, da sowohl Düsseldorf als auch Braunschweig in ihren Begegnungen Punkte liegen ließen. Die Presse hebt insbesondere die stabile Defensive Hannovers hervor, die in den letzten Wochen selten zu überwinden war.