Es geht Klingbeil um mehr als nur Kleinigkeiten; ihm schwebt ein Deutschland vor, in dem der Sozialstaat wirklich funktioniert und das Gesundheitssystem gründlich modernisiert wird. Besonders betont er (fast schon nachdrücklich), dass dabei nicht nur der Gesundheitsbereich gefragt ist – auch in Sachen Steuergerechtigkeit braucht es Bewegung. Insbesondere fordert er von allen Beteiligten, ernsthafte und konkrete Ideen zu liefern: Nichts schlimmer, so Klingbeil, als wenn alle nur reden, aber niemand etwas wirklich umsetzt. Die Frage, ob auch Kapitalerträge stärker eingebunden werden sollen, hatte die SPD intern heiß diskutiert – ein Thema, das erfahrungsgemäß Begehrlichkeiten (und Ängste) weckt. Im Kern: 2024 müsse das Jahr sein, in dem die sprichwörtlichen Knoten endlich platzen, damit Deutschlands Reformstau aufgelöst wird. Recherche-Ergänzung: Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung wächst parteiübergreifend der Druck auf die Koalition, den Sozialstaat grundlegender umzugestalten, vor allem angesichts des Fachkräftemangels und der Inflation (Quelle: [Süddeutsche](https://www.sueddeutsche.de)). Auf Zeit Online wurde analysiert, dass die SPD intern streitet, ob eine Kapitalertragsbesteuerung wirklich geeignet ist, mehr Gerechtigkeit zu schaffen – etliche Experten zweifeln daran (Quelle: [Zeit](https://www.zeit.de)). Laut FAZ ist vor allem die Finanzierung der wachsenden Sozialausgaben ein kritischer Punkt, bei dem der eigentliche Reformbedarf liegt – auch mit Blick auf die Alterung der Gesellschaft (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)).