Eigentlich rechneten viele schon damit: Die jüngste Inflationseinschätzung hat das Statistische Bundesamt jetzt bekräftigt. Anfang 2026 liegen die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent über dem Wert des Vorjahres – etwas mehr als im Dezember, damals betrug der Anstieg noch 1,8 Prozent.
Interessant ist, was dahintersteckt. Besonders beim täglichen Einkauf hat man den Preisanstieg wohl deutlich gemerkt – Obst, Fleisch und vor allem zuckrige Leckereien wie Schokolade wurden spürbar teurer. Während sich vor vier, fünf Monaten die Lebensmittel noch langsamer verteuerten als die Gesamtteuerung, drehte sich das Bild zum Jahreswechsel. Manche Produkte, etwa Butter (-33%) oder Kartoffeln (-10%), wurden aber tatsächlich günstiger. Ein kleines Trostpflaster, wenn man bedenkt, dass man für Eier nun satte 12,5 Prozent mehr hinlegen muss.
Auf der Energierechnung bemerkt man: Strom, Gas und Fernwärme kosten zwar weniger als letztes Jahr, aber die Spritpreise steigen leicht. Der Rückgang beim Haushaltsstrom (-3,2 Prozent) ist unter anderem den gesenkten Netzentgelten zu verdanken – immerhin ein Lichtblick in Sachen Energiekosten. Kurios: Heizöl wurde deutlich billiger, Tanken aber nicht – gegensätzliche Entwicklungen, die sich wohl nur mit der CO2-Bepreisung und den internationalen Märkten erklären lassen.
Besonders auffällig finde ich den Anstieg bei Dienstleistungen: Soziale Einrichtungen, Nahverkehr (vor allem durch das teurere Deutschlandticket) und Kfz-Reparaturen belasten das Haushaltsbudget. Die erhöhte Kerninflation (ohne Berücksichtigung von Energie und Lebensmitteln) von 2,5 Prozent zeigt, dass der Preisdruck breit gestreut ist. Da hilft es nur zum Teil, wenn Telekommunikationsdienste etwas billiger werden.
Zum Monatswechsel gab’s bei Einigen wohl ein Stirnrunzeln: Frischgemüse verteuerte sich innerhalb eines Monats mal eben um sechs Prozent. Aber auch Benzin und Diesel gingen ordentlich nach oben. Wer jedoch Strom oder Gas verbraucht, konnte sich über gesunkene Kosten freuen. Unterm Strich: Die Inflation bleibt ein ständiges Auf und Ab von Hoffnung und Frust.
Das Statistische Bundesamt hat die Inflation für Januar 2026 mit 2,1 Prozent bestätigt – ein leichter Anstieg gegenüber den Vormonaten. Auffallend ist, dass vor allem Nahrungsmittel (insbesondere Schokolade und Eier) sowie verschiedene Dienstleistungen teurer wurden, während Energiepreise insgesamt gesunken sind – Tanken jedoch ausgenommen.
Aktuell berichten viele Medien darüber, dass Preissteigerungen vor allem Verbraucher mit geringem Einkommen treffen. Laut Kommentaren aus Wirtschaft und Politik wird die Kerninflation – also die Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel – mit Sorge beobachtet, weil sie auf eine strukturelle Teuerung hindeutet. Auch der leichte Rückgang bei Energiepreisen findet in diesen Artikeln Erwähnung, besonders im Zusammenhang mit regulatorischen Eingriffen wie der Abschaffung der Gasspeicherumlage und den abgesenkten Netzentgelten. Experten warnen jedoch, dass weiterhin ein hoher Inflationsdruck besteht, besonders da Preisentlastungen bei einigen Gütern durch erhebliche Anstiege bei anderen Lebensbereichen teils ausgeglichen werden.