Linnemanns Vorstoß, Politiker zur eigenständigen Altersvorsorge zu verpflichten, trifft in einer Zeit wachsender Unsicherheiten im Rentensystem einen Nerv: Die Diskussion um politische Vorbildfunktion und Vertrauen in die Politik wird in Deutschland schon länger geführt, zuletzt verschärfte der Anstieg der Altersarmut die Debatte um Transparenz und Gerechtigkeit. Auch im Gesundheitsbereich stehen Reformpläne hoch im Kurs, wobei aktuelle Zahlen einen Anstieg unnötiger, oft stationärer Operationen und eine Zunahme von Notaufnahmebesuchen dokumentieren – etwa weil es an Alternativen oder ausreichender Aufklärung mangelt. Experten und Verbände fordern strukturelle Veränderungen, wie eine Umstellung auf ambulante Versorgung, verbesserte Pflegebedingungen sowie eine stärkere Steuerung von Patientenströmen, was laut Gesundheitsminister Lauterbach auch Eingang in das neue Reformpaket finden soll. In vielen EU-Ländern ist die Altersvorsorge für Politiker bereits privatisiert oder an das reguläre Rentensystem angepasst, dennoch bleibt die politische Dynamik in Deutschland verhalten und polarisiert – das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger schwankt laut Umfragen weiter. (Quellen: tagesschau.de, faz.net, taz.de)
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