Mehrere europäische Staaten bestätigen am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz den Nachweis von Epibatidin in den Gewebeproben des verstorbenen russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, was auf eine gezielte Vergiftung hindeutet. Das Gift ist extrem selten und hochtoxisch und wurde bislang fast ausschließlich in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen gefunden; seine Verwendung lässt starke Rückschlüsse auf einen gezielten Anschlag zu, vermutlich von russischer Seite, da Nawalny in staatlichem Gewahrsam war. Die genannten Länder wenden sich mit ihren Untersuchungsergebnissen an die OPCW und werfen Russland erneut vor, internationale Abmachungen zur Vernichtung chemischer Waffen zu unterlaufen. Aktuelle Recherche ergänzt: Die taz berichtet, dass die Beweisführung auf der Münchner Sicherheitskonferenz einen diplomatischen Eklat ausgelöst hat; Russland bestreite weiterhin jegliche Verantwortung und beschuldigt die EU der Politisierung des Falls (Quelle: [taz.de](https://taz.de)). Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, dass die Veröffentlichung der Laborbefunde in den kommenden Tagen auch für weiteren diplomatischen Druck sorgt und fordert umfassendere internationale Ermittlungen sowie Sanktionen gegen Verantwortliche (Quelle: [sueddeutsche.de](https://sueddeutsche.de)). Die FAZ erklärt, dass westliche Staaten planen, auf Basis der neuen Vergiftungsbelege zusätzliche Maßnahmen gegen Russland – etwa eine Verschärfung der bestehenden Sanktionen – einzuleiten, und verweist auf die zunehmende Isolation Moskaus bei internationalen Sicherheitsfragen (Quelle: [faz.net](https://faz.net)).