Es zeichnet sich ab, dass die Vakanz des deutschen Botschafterpostens in der ukrainischen Hauptstadt aus Kreisen des Bundestags, insbesondere bei den Grünen, für Irritation sorgt. Hintergrund ist eine diplomatische Rotation, deren Ablauf zwar Standard ist, deren Konsequenzen im konkreten Fall von Kiew jedoch als unnötiges Risiko gesehen werden. Die Debatte reiht sich ein in eine anhaltende Diskussion über Prioritätensetzungen der Bundesregierung auf außenpolitischem Parkett – gerade angesichts der geopolitischen Bedeutung der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Recherchen aktueller Berichte bestätigen die Problematik: In den letzten Tagen wurde auf mehreren Nachrichtenportalen betont, wie wichtig eine stabile, erfahrene diplomatische Vertretung für Deutschlands Rolle in der Ukraine wäre – sei es für politische Gespräche, Unterstützung demokratischer Reformen oder schlichtweg als Symbol beständiger Partnerschaft. Das Auswärtige Amt hielt sich mit Details zur Nachfolge bislang bedeckt, verwies jedoch auf die diplomatischen Protokolle und die Bedeutung der guten Abstimmung mit dem Gastland. Im Grunde genommen bleibt die Frage, ob Berlin damit seiner Verantwortung gegenüber Kiew gerecht wird, weiter offen.