Nach diplomatischem Grönland-Streit: Nato startet Manöver 'Arctic Sentry'

Mit der Operation 'Arctic Sentry' verstärkt die Nato ihre Aktivitäten im hohen Norden, um ihre Präsenz in der zunehmend strategisch bedeutsamen Arktis zu zeigen.

heute 14:10 Uhr | 5 mal gelesen

General Alexus Grynkewich, Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa und Mitglied der US-Luftwaffe, machte am Mittwoch offizielle Angaben zu dieser neuen Übung. 'Arctic Sentry ist unsere Antwort auf das wachsende Gewicht, das die Arktis für die Sicherheit des Bündnisses hat,' sagte Grynkewich. Die Region sei nicht nur militärisch wichtig, sondern stelle durch ihre harschen Umweltbedingungen auch besondere Herausforderungen an Mensch und Material. Das Timing der Mission ist kein Zufall: Nach den jüngsten, kaum diplomatischen Vorstößen seitens US-Präsident Trump, der gar die Annexion Grönlands ins Spiel brachte, ist die Stimmung ohnehin gespannt. In Davos kamen Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte überein, dass wegen der verstärkten militärischen Bewegung Russlands und Chinas in der Arktis dringender Handlungsbedarf besteht. Die Entscheidung, mehr Verantwortung für diese Region zu übernehmen, scheint eine Reaktion auf diese geopolitischen Entwicklungen zu sein.

Die Nato setzt mit 'Arctic Sentry' ein deutliches Zeichen für mehr Präsenz im hohen Norden – eine Antwort auf geopolitische Spannungen, vor allem infolge der russischen und chinesischen Bestrebungen in der Arktis. Die Mission rückt die Verwundbarkeit der regionseigenen Infrastruktur in den Mittelpunkt, denn durch die Eisschmelze und den Klimawandel entstehen neue Handelsrouten und ein Strategiewettlauf um Ressourcen. Während Trump immer wieder mit provokanten Forderungen wie einer Annexion Grönlands die Debatte anheizt, versucht das Militärbündnis, die Souveränität seiner Mitglieder in der Region gemeinsam zu sichern. Aktuelle Medienberichte analysieren zusätzlich, wie Klimaeffekte und neue geopolitische Allianzen das Gleichgewicht in der Arktis verschieben.

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