Kaum stillstehen kann man in der Online-Werbebranche – und ausgerechnet BCN sowie Kleinanzeigen legen in diesem Rennen nun einen Zahn zu. Ihre Zusammenarbeit mit The Trade Desk, einem international führenden AdTech-Unternehmen, geht in die nächste Runde: Nicht nur wird das Open-Source-Identitätsframework EUID (European Unified ID) eingeführt, es geht auch um den konsequenten Einsatz von 'OpenPath'. Bei EUID, einer Lösung, die sensible Daten wie E-Mails und Telefonnummern in pseudonymisierte IDs verwandelt, steht vor allem datenschutzgerechte Werbeansprache im Mittelpunkt – ein Spagat zwischen Relevanz für den Nutzer und Respekt vor dessen Privatsphäre. OpenPath wiederum eröffnet Werbekunden direkten, ungefilterten Zugang zum Inventar und bringt damit einen Hauch von Marktplatz-Atmosphäre zurück, reduziert Umwege, verschlankt die Lieferkette und steigert die Transparenz in einem System, das ansonsten oft auf Drittanbieter-Traffic angewiesen ist. Es bleibt die alte Frage: Wer profitiert am meisten? BCN will mit EUID und Co. nachhaltige, starke Reichweiten garantieren, Kleinanzeigen setzt auf Kaufinteressenten im richtigen Moment – für beide ein klarer Gewinn an Effizienz und Attraktivität. Und irgendwo zwischen Schlagworten wie 'programmatischer Supply Chain' und 'deterministischer Adressierbarkeit' entsteht tatsächlich ein Markt, der versucht, den Tausch von Content gegen zielgenaue Werbung ins digitale Zeitalter zu hieven. Die Branche bleibt skeptisch, aber immerhin steht Bewegung im Raum. The Trade Desk macht’s möglich – und was morgen Standard ist, ist heute oft noch Experimentierfeld.
Die Zusammenarbeit von BCN und Kleinanzeigen mit The Trade Desk, samt Integration von EUID und OpenPath, spiegelt den digitalen Umbruch bei personalisierter, gleichzeitig datenschutzkonformer Werbung wider – beides zentrale Bausteine für ein transparenteres, effizienteres Online-Werbeumfeld. EUID gilt in der Werbewirtschaft aktuell als ein vielversprechender Weg, um auch nach dem Aus von Third-Party-Cookies die Ansprache hochwertiger Zielgruppen zu gewährleisten; OpenPath wiederum soll die Marktmacht von Intermediären schwächen und fairen Wettbewerb fördern. So berichtet etwa die FAZ, dass die Werbebranche durch Google’s geplante Cookie-Abschaffung ohnehin stark in Unruhe versetzt ist und Anbieter wie The Trade Desk mit ihren Lösungen versuchen, Advertisern den Zugang zu reichweitenstarken Inventaren zu sichern, während gleichzeitig Publisher die Hoheit über ihre Nutzerdaten behalten möchten Quelle: FAZ. Zeitgleich meldet die Süddeutsche, dass der Druck auf digitale Werbenetzwerke wächst, innovative ID-Lösungen und direktere Handelswege zu etablieren, um die Transparenz in der Wertschöpfungskette zu erhöhen und die Fragmentierung des Marktes einzudämmen Quelle: Süddeutsche Zeitung. Auch bei t3n wird darauf hingewiesen, dass Alternativen zu klassischen Cookies – von Unified IDs bis zu kontextbasierter Werbung – zunehmend als Überlebensstrategie für Publisher fungieren, um den direkten Draht zu ihren Kund:innen und deren Daten zu stärken Quelle: t3n.