Die geplante Reise von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner in den israelisch kontrollierten Teil des Gazastreifens stößt in der SPD auf heftigen Widerspruch. Kritisiert wird vor allem das Fehlen von Gesprächen mit palästinensischen Vertretern während der Israel-Visite und die symbolische Wirkung eines Besuchs unter israelischer Militärbegleitung. Klöckner beabsichtigt laut Unionsfraktion dennoch, das Leid vor Ort wahrzunehmen und Gespräche mit internationalen NGOs zu suchen, obwohl Israel NGO-Arbeit zunehmend einschränkt. Laut Recherchen aus führenden Medien ist die humanitäre Lage in Gaza weiterhin äußerst prekären, mit andauernden Kämpfen, Versorgungsengpässen und teils chaotischen Hilfslieferungen. Die politische Debatte um internationale Besuche ist durch die jüngsten Angriffe und die Sorge um die Sicherheit von UN- und NGO-Mitarbeitenden weiter verschärft worden. Die Kontroverse um Klöckners Reise wirft erneut die Frage auf, wie und ob politische Symbolhandlungen tatsächlich Verbesserungen für die Menschen vor Ort bringen können.