Friedrich Merz schildert Europas Lage als kritischen Moment geopolitischer Neuausrichtung. Wirtschaftliche Kraft soll Europas Souveränität sichern – konkret durch grundlegende Deregulierung, einen stärkeren Binnenmarkt und offensive Freihandelsabkommen; kleine Anpassungen reichten seiner Sicht nach nicht mehr. Die Forderung, Nationale und EU-weite Gesetzgebungen systematisch auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen, klingt ambitioniert – allerdings gibt es auch Skepsis, ob dies in der politischen und administrativen Realität tatsächlich umgesetzt werden kann. Aktuelle Berichte zeigen, dass das Thema wachsende Aufmerksamkeit erhält: Nach Recherche aktueller deutschsprachiger Medien wird Europas geoökonomische und politische Rolle verstärkt diskutiert, auch im Kontext von Klimaschutz, Handelskonflikten und den Effekten des Ukraine-Kriegs. Jüngste Artikel etwa in der Süddeutschen Zeitung und bei der FAZ betonen die Notwendigkeit entschlossener wirtschaftlicher und politischer Maßnahmen, um im globalen Konkurrenzkampf zu bestehen. Gleichwohl wächst auch die Kritik an mangelnder politischer Handlungsfähigkeit und dem Reformstau, insbesondere mit Blick auf komplizierte Gesetzeswerke, fragmentierte Märkte und das Spannungsfeld zwischen nationalen und EU-Interessen.