Gibt es diese eine Dokumentation, die einen durchs Leben begleitet? In der Serie "Mein liebster Dokumentarfilm" treten Persönlichkeiten wie Wim Wenders, Hanna Schygulla, Campino oder Sandra Maischberger ins Rampenlicht – nicht mit eigenen Projekten, sondern mit Cartoons ihrer cineastischen Selbstbilder. Die Reihe, zu sehen ab 12. Februar in der ARD Mediathek, lädt dazu ein, einzutauchen in ganz persönliche Erinnerungen an Dokumentarfilme, die Künstlerinnen und Künstler bis in die Tiefe geprägt haben. Filmemacher, Musiker oder Schauspieler – darunter Namen wie Volker Schlöndorff, Fatih Akin, Rosa von Praunheim oder Sandra Maischberger – sprechen mit Top-Dokumentarist Eric Friedler über Szenen, Bilder und Stimmen, die Spuren hinterlassen haben. Nicht selten geraten die Gespräche dabei ins Philosophische – was kann ein Dokumentarfilm eigentlich leisten und was sagt er über unsere Gesellschaft?
Spannend wird es besonders dann, wenn die Anekdoten abbiegen, etwa, wenn Maischberger die Kamera fast als vertrauten Begleiter einer Kindheitserinnerung beschreibt, oder Campino unerwartet Parallelen zwischen Musik und politischer Dokumentation zieht. Einige der porträtierten Klassiker wie "Nacht und Nebel" oder "Shoah" werden hier genauso neu beleuchtet wie jüngere Werke vom Schlage eines "Bowling for Columbine". Das alles ist mehr als Nabelschau: Wer zuhört, gewinnt andere Perspektiven auf das Genre an sich.
Die Folge "Andres Veiel über SHOAH von Claude Lanzmann" wird in Berlin auf dem Berlinale Archive Market präsentiert und dürfte auch Diskussionen anregen, wie viel Vergangenheit in die Gegenwart wirkt. Produziert wurde die Reihe vom SWR und dem Haus des Dokumentarfilms. Für Fans gibt es Fotos und weiterführende Links auf der ARD-Seite – wie das eben heute so geht.
Die ARD präsentiert mit "Mein liebster Dokumentarfilm" ab dem 12. Februar eine 13-teilige Serie, in der prominente Filmschaffende und Künstler*innen von ihren persönlichen Doku-Highlights berichten. Die Gespräche, moderiert von Eric Friedler, bestehen vor allem aus sehr individuell gefärbten Erinnerungen und Gedanken zu Filmen, die gesellschaftlich und emotional Wirkung hinterlassen haben – unter anderem werden Klassiker wie "Nacht und Nebel" und "Shoah" bis hin zu moderneren Titeln wie "Bowling for Columbine" behandelt. Das Projekt sticht heraus, weil es nicht nur die Filme ins Zentrum rückt, sondern auch die prägenden Erfahrungen der Gäste und deren Einfluss auf ihre Sichtweise auf die Welt.
Ergänzende Nachrichten aus aktuellen Recherchen zeigen eine große Nachfrage nach authentischem, vielschichtigem Dokumentarfilm: Viele Medien betonen die gesellschaftliche Relevanz und die wachsende Popularität von Dokus in der heutigen, oft polarisierten Medienlandschaft. Auch Independent-Produktionen und Dokus über politische und ökologische Themen gewinnen aktuell an Sichtbarkeit, was zeigt, dass das Genre keineswegs verstaubt ist, sondern aktuell pulsierende Fragen aufgreift. Besonders auf Formate, die persönliche Zugänge, Reflexionen und gesellschaftliche Umbrüche verbinden, reagieren Zuschauerinnen heute besonders positiv – ähnlich wie in "Mein liebster Dokumentarfilm".