Johann Wadephul verteidigt vehement die Notwendigkeit internationaler Reaktionen auf die Vergiftung Nawalnys und sieht darin ein eklatantes Beispiel für den völkerrechtswidrigen Umgang Putins mit politischen Gegnern. Die nun bestätigte Vergiftung macht es für ihn zwingend erforderlich, dass auch internationale Organisationen wie die OPCW aktiv werden, um sowohl die regelbasierte Weltordnung als auch die chemiewaffenrechtlichen Standards zu bewahren. Jüngst haben mehrere Staaten – darunter Deutschland, Frankreich und Schweden – unabhängige Analysen vorgelegt, die den Einsatz von Nowitschok bestätigen; gleichzeitig wächst der internationale Druck auf Russland, zumindest Transparenz zu schaffen und glaubhaft aufzuklären, wie diese Verbrechen geschehen konnten. Zusätzlich finden sich in den aktuellen Nachrichten verstärkte Forderungen nach Sanktionen gegenüber russischen Entscheidungsträgern. Verschiedene Medien berichten davon, dass die Nawalny-Vergiftung auch bei der aktuellen Münchner Sicherheitskonferenz wieder ins Blickfeld gerückt ist, vor allem vor dem Hintergrund eines angespannten Verhältnisses zwischen Russland und dem Westen. Experten betonen zudem, dass das internationale Engagement gegen ähnliche Vorfälle künftig verstärkt werden muss; Transparenz, Ermittlungen und eine konsequente Verfolgung solcher Angriffe stehen verstärkt auf der politischen Agenda.