Die Entscheidung, den Alkoholausschank am CDU-Parteitag einzuschränken, greift zwar in lieb gewonnene Traditionen ein, soll aber die Ernsthaftigkeit der Beratungen unterstreichen. In den vergangenen Jahren wurde Kritik laut, dass Parteitage gelegentlich in gesellige statt produktive Runden abgleiten – dieser Schritt überrascht also nicht vollkommen. Das Thema ist im Netz heftig diskutiert worden; einige Delegierte empfinden das Verbot als Bevormundung, andere begrüßen es als notwendige Konzentrationshilfe, gerade angesichts der Fülle an Anträgen und programmatischen Debatten zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Übrigens: Die Maßnahme ist nicht einzigartig – auch andere Parteien regulieren den Ausschank, oft im Bemühen, Image-Schäden oder peinliche Zwischenfälle zu vermeiden. Neben dem Alkoholverbot setzen die Christdemokraten dieses Jahr verstärkt auf Themen wie die digitale Transformation Deutschlands, den Umgang mit Migration und die Sicherung von Renten und Sozialleistungen. Seit Tagen nimmt das Medienecho Fahrt auf – gerade in Bezug auf Merz' Führungsstil und die Disziplinierungsstrategie auf Parteiveranstaltungen. Weitere Details, die sich in aktuellen Artikeln finden lassen: Einige Medien betonen, dass auch Sicherheitsüberlegungen hinter der Entscheidung stehen könnten, vor dem Hintergrund des gestiegenen öffentlichen Drucks auf Parteien, professioneller aufzutreten. Diskutiert wird zudem, welches Signal Merz an die eigene Partei und das Publikum senden möchte – nämlich, dass die Zeiten des lockeren Miteinanders zumindest zeitweise von einer "Neuen Ernsthaftigkeit" abgelöst werden. Schließlich schmälert die Einschränkung sicherlich ein wenig das allseits beliebte Networking am Rande – aber ob das dem Reformwillen der CDU schadet oder ihn sogar beflügelt, bleibt abzuwarten.