Zweikampf in Liga Zwei: Hannover triumphiert über Hertha, Kaiserslautern ringt Fürth nieder

Konter, Kopfball, Krawall: Am 22. Spieltag der 2. Bundesliga lieferten sich Hannover, Hertha und der FCK packende Duelle. Die Tore fielen früh, der Puls blieb hoch.

heute 15:03 Uhr | 5 mal gelesen

Mit abgezocktem Offensivspiel hat Hannover 96 Hertha BSC mit 3:2 niedergerungen – ein turbulentes Match, bei dem man schon nach acht Minuten plötzlich ran musste: Tomiak verwertet da eine halbhohe Flanke von Leopold aus der Drehung, Källman setzt eine halbe Stunde später schnörkellos nach. Nach dem Seitenwechsel drückt Reese Hertha per Elfmeter zurück in die Partie, doch Hannover bleibt griffig, Weißhaupt erhöht später auf 3:1. Erst in den hektischen letzten Minuten holt Eitschberger noch das 3:2 für Hertha raus. Dementsprechend wild auch Braunschweig gegen Darmstadt: Ausgerechnet zwei Mal Maglica bringt die Lilien nach dem 0:2-Rückstand wieder ins Spiel, Endstand 2:2. Kaiserslautern dagegen holt gegen Fürth die knappen, schmutzigen drei Punkte – Sauerstoff für die Lautrer Nerven. Sahin köpft nach einer Ecke früh ein, danach gibt's Chancen zuhauf, aber nichts weiter Zählbares. Die Partie hätte auch ganz anders kippen können, hätte irgendwer aus dem Gewühl im Sechzehner noch einen Fuß entscheidend dranbekommen.

Der 22. Spieltag der 2. Liga hat gezeigt: Überraschungen sind jederzeit drin. Hannover hält gegen Hertha die Oberhand, aber auch die Berliner zeigten Moral und blieben bis ganz zum Schluss gefährlich. Der dritte Treffer von Hannover war letztlich der Genickbruch für die Gäste, die zwar nochmal aufdrehten – zu spät. Anders in Braunschweig: Die Gastgeber mit starker erster Hälfte, aber Darmstadt biss sich zurück, besonders Maglica war kaum zu halten. Kaiserslautern gelang das Kunststück, nach Führung früh auf ein enges Abwehrkonzept umzuschalten, während Fürth den Faden nie ganz verloren hat, aber einfach zu wenig aus den Chancen machte. In den jüngsten Medienberichten wurde daneben immer wieder hervorgehoben, dass die Liga in dieser Saison bis zum Schluss völlig offen bleibt, weil viele Teams Schwankungen zeigen und keine Mannschaft zum absoluten Überflieger avanciert. Neueste Quellen – zum Beispiel von der Süddeutschen – weisen zudem darauf hin, dass Trainerwechsel in der 2. Liga diese Saison besonders häufig Ergebnisse unmittelbar beeinflussen. Besonders die Stimmung im Berliner Lager ist trotz Niederlage kämpferisch geblieben, laut mehreren Stimmen aus dem Hertha-Umfeld (mehr Details z.B. bei taz). Insgesamt bemerkenswert, wie die Dichte im Mittelfeld der Tabelle die Spannung aufrechterhält.

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