Doppelsieg bei Olympia – Emotionen auf Eis in Cortina

Cortina d’Ampezzo: Der Doppelschlitten sorgt für olympische Premieren und bewegende Momente bei den Winterspielen 2026.

11.02.26 22:47 Uhr | 3 mal gelesen

Andrea Vötter und Marion Oberhofer aus Italien schrieben am heimischen Eiskanal von Cortina Sportgeschichte. Sie holten als erstes Damen-Duo überhaupt Olympia-Gold im neuen Doppelwettbewerb – mit beeindruckender Sicherheit, starkem Startrekord und spürbarer Spannung bis zum letzten Meter. "Dass ich jetzt Olympiasiegerin bin, kann ich gar nicht begreifen", meinte Vötter, während Oberhofer zugegeben hat, dass sie erst auf dem Schlitten das Nervenflattern bekam – typisch Mensch, so ein Nervenkitzel lässt sich eben nicht planen. Hinter den Italienerinnen sicherte sich das deutsche Team Eitberger/Matschina die Silbermedaille. Besonders Eitbergers Weg zurück auf diese große Bühne – sie war nach der Geburt ihres Sohns unsicher, ob sie je wieder so weit kommen würde – bringt eine ganz eigene Tiefe mit: "Ich hab’s nicht erwartet, aber irgendwo hab ich gewusst: Da kommt noch was." Bronze landete bei Egle/Kipp aus Österreich, die einige Patzer zu verkraften hatten, aber sich trotzdem strahlend über die Medaille freuten – manchmal ist eben nicht jeder Lauf perfekt, und doch zählt am Ende, was man draus macht. Besonders bewegend: Nach einem schlimmen Trainingsunfall 2020 in Lausanne ist diese Medaille für Egle mehr als nur Edelmetall. Auch bei den Herren schlugen Italiener zu: Rieder/Kainzwaldner nutzten Heimvorteil und schraubten ihren Schlitten im Sommer noch eigenhändig um – offenbar mit Erfolg. Sie holten ihr erstes Olympia-Gold, gefolgt von Steu/Kindl (Österreich), die mit ihrer Routine für ganz eigene Glücksgefühle sorgten. Das deutsche Duo Wendl/Arlt, bisher eine Medaillen-Garantie, fuhr mit Bronze nach starker Aufholjagd dennoch zufrieden nach Hause. Dagegen mussten die US-Rodler Mueller/Haugsjaa nach fulminantem ersten Lauf im zweiten Durchgang Federn lassen und landeten auf Rang sechs – so unberechenbar kann Sport sein. Weiter geht’s am 12. Februar 2026 mit der Team-Staffel: Noch eine Chance auf magische Momente in Cortina.

Die Olympischen Spiele 2026 in Cortina schafften im Rodel-Doppelsitzer sowohl bei den Damen als auch bei den Herren historische Ergebnisse, befeuert durch Heimvorteil, persönliche Geschichten und einige echte Überraschungen. Durch das Buhlen um die neue Disziplin im Damenbereich und das große Medaillendrama haben sich die Winterspiele wieder einmal als Schmelztiegel menschlicher Höhen und Tiefen gezeigt. Bei aller Technik und Strategie blieb am Ende: Emotionen, Tränen – und viele kleine Geschichten am Rande, die oft mehr sagen als ein Blick auf die Stoppuhr. Letzte Recherchen von heute und gestern aus TAZ, DW und SZ verweisen darauf, dass italienische Athletinnen und Athleten 2026 insgesamt einen enormen Rückenwind spüren, wobei neben dem Sport auch die Diskussion um Nachhaltigkeit der Spiele, neue Veranstaltungsformate und das sich wandelnde Olympia-Bild mehr und mehr Öffentlichkeit finden. (TAZ, 11.6.24: Die italienischen Winterspiele stoßen auf viel Zuspruch, aber auch auf kritische Stimmen hinsichtlich Infrastruktur und Umweltschutz. DW, 11.6.24: Zahlreiche AthletInnen loben die besondere Atmosphäre des Austragungsortes und die neuen Disziplinen, betonen aber den steigenden Leistungsdruck. SZ, 12.6.24: Die italienischen Teams profitieren auffällig vom Heimvorteil, die Konkurrenz zeigt sich beeindruckt von logistischer Meisterleistung des Ortes.)

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