Was für eine Geschichte: Julia Taubitz, mittlerweile 29 Jahre alt und quasi eine feste Größe im Rodelsport, hat es endlich geschafft – Gold bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo! Nach vier stabilen Läufen, einer davon sogar Bahnrekord, setzte sie sich in fantastischen 3:30,625 Minuten an die Spitze. Der Vorsprung von fast einer Sekunde auf Platz zwei wirkt auf dem Papier souverän, überrascht aber, denn sie hatte sich durchaus ein engeres Rennen vorgestellt. Noch schwingt die Erinnerung an Peking 2022 mit, als Julia mit einem frühen Bahnrekord unglücklich stürzte und nur Siebte wurde. So schnell verdaut man so ein Trauma ja nicht. Doch diesmal ließ sie sich nicht beirren – und der vielzitierte „Traum von Gold“ ist endlich lebendige Realität.
Interessant, wie schnell sich in solch einem Wettbewerb das Glück wenden kann. Ihre Landsfrau Merle Fräbel war nach zwei Läufen dicht dran, nur winzige 61 Tausendstel trennten sie von Taubitz. Doch ein Patzer gleich am Start des dritten Laufs: Ein kleiner Aussetzer, der sich groß auswirkte – Schwung verloren, Schlitten verrissen, Bandenkontakte. So purzelte Fräbel auf Platz zehn, rettete sich dann noch mit solidem vierten Lauf auf Platz acht. Bitter, wie schmal der Grat zwischen Podium und Enttäuschung ist.
Davon profitierte wiederum Elina Botas aus Lettland, die sich Silber schnappte – vor allem dank ihrer extrem schnellen Starts in jedem ihrer vier Läufe. Interessant: Sie verbesserte sogar den Startrekord! Bronze ging wenig überraschend an die US-Amerikanerin Ashley Farquharson, während das italienische Duo Hofer und Robatscher die Plätze vier und fünf belegte. Anna Berreiter (Deutschland) und Lisa Schulte (Österreich), beide ebenfalls starke Fahrerinnen, mussten sich diesmal mit den Plätzen sechs und sieben begnügen. So schnell können sich selbst Favoritenstatus und Erwartungen ins Gegenteil verkehren. Verrückter Sport manchmal, dieser Rennrodeln.
Julia Taubitz hat bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo endlich Gold im Rodeln gewonnen und damit ihr persönliches Ziel erreicht – ein Erfolg, der nach dem enttäuschenden Sturz bei den Spielen 2022 in Peking doppelt zählt. Während Mitfavoritin Merle Fräbel nach einem Patzer auf Platz acht zurückfiel, profitierte die Lettin Elina Botas, die mit ihren bärenstarken Starts sogar den Startrekord verbesserte, und holte Silber. Bronze wurde von Ashley Farquharson (USA) gesichert. Bereits im Vorfeld wurde Taubitz als Favoritin gehandelt, doch es gab durchaus Zweifel, ob sie dem „Olympia-Fluch“ entkommen könnte – diese Zweifel sind nun ausgeräumt. Auch die weiteren Platzierungen unterstreichen die hohe Leistungsdichte beim Damenrodeln, wobei die Österreicherin Lisa Schulte als Gesamtweltcupführende diesmal etwas zurückfiel.
Aktuellen Recherchen zufolge wird Taubitz' Erfolg in der Presse breit gewürdigt, etwa bei der Süddeutschen als "Meisterleistung" bezeichnet. Experten diskutieren bereits, wie ihr Triumph den deutschen Nachwuchs im Rodelsport beflügeln könne, während die Diskussion um die Rolle mentaler Stärke in technischen Sportarten neue Nahrung erhält (vgl. taz). Hinter den Kulissen betonen Trainer und Verbandsvertreter, wie akribisches Training und technologische Optimierungen den kleinen, aber entscheidenden Unterschied ausgemacht haben, insbesondere bei den Starts und Materialabstimmungen.