Über 100.000 NRW-Beamte widersprechen ihrer Besoldung – Unmut wächst

In Nordrhein-Westfalen schwillt der Zweifel unter Landesbeamten an der Rechtmäßigkeit ihrer Gehaltszahlungen an.

heute 21:58 Uhr | 4 mal gelesen

Die Zahl der Einwände gegen die aktuelle Beamtenbesoldung in NRW ist im Vergleich zum Jahr 2022 mehr als doppelt so hoch – inzwischen sprechen wir von gut 102.000 Widersprüchen im Jahr 2025. Das hat, so liest man es in der 'Neue Westfälische', das NRW-Finanzministerium bekannt gegeben. Zum Vergleich: 2024 waren es knapp 54.000 und im Jahr davor lagen die Zahlen bei etwa 61.000, wobei 2022 noch rund 50.000 Widersprüche eingingen. Angesichts der insgesamt 282.000 Landesbeamten in NRW ist das eine beachtliche Quote. Insbesondere sorgt die Landesregierung für Wirbel, weil sie seit letztem Jahr nicht mehr pauschal von einer Alleinverdienersituation beim Beamtenhaushalt ausgeht. Stattdessen wird seit 2024 ein 'gedachtes' Partnereinkommen von 538 Euro mitgerechnet. Das klingt vielleicht nach Fortschritt, ist aber für viele schlicht realitätsfern: Wer tatsächlich als Alleinverdiener dasteht, muss jetzt einen Extra-Zuschlag beantragen. Fachleute äußern starke Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens. Zur Erinnerung: Die Widersprüche für 2022 lehnte das Land ab, was bis Anfang Februar 2025 zu 1.725 Klagen gegen die vermeintlich amtsangemessene Alimentation führte. Es rumort also ordentlich an der Beamtenfront.

Knapp 102.000 NRW-Beamte haben 2025 ihre rechtlichen Einwände gegen die bisherige Besoldung erhoben – das ist mehr als eine Verdopplung in nur drei Jahren. Besonders kontrovers: Die pauschale Einberechnung eines hypothetischen Partnereinkommens bei der Gehaltsberechnung, die Alleinverdienende benachteiligen könnte und als möglicher Rechtsverstoß gilt. Laut neuesten Medienberichten ist die Unzufriedenheit der Beamten weiter gestiegen: In Kommentaren auf 'Zeit Online' und im 'Spiegel' kritisieren Gewerkschaften und Betroffene die Reform scharf und bestätigen, dass zahlreiche Klagen vor Gericht anhängig sind. Auch in anderen Bundesländern werden ähnliche Modelle bereits geprüft oder sogar eingeführt, was auf eine bundesweite Debatte hindeutet (aktuelle Quellen: spiegel.de, faz.net, sueddeutsche.de). Die Landesregierung verteidigt den Schritt als notwendig, um ein modernes Familienbild widerzuspiegeln, doch juristische Experten und Verbände fordern Nachbesserungen und warnen vor einem Motivationsverlust im öffentlichen Dienst.

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