Ein Wechselbad der Gefühle an der Wall Street: Während der Dow Jones zum Tagesschluss bei 50.188 Punkten leicht zulegte (plus 0,1 Prozent gegenüber Montag), verlor der technologielastige Nasdaq 100 0,6 Prozent und schloss bei 25.128 Punkten. Im Gegensatz dazu büßte auch der S&P 500 an Wert ein und pendelte sich mit 6.942 Punkten 0,3 Prozent unter dem Vortagesniveau ein. "Die Einzelhandelsumsätze in den USA traten auf der Stelle. Erwartet hatte man einen Anstieg von 0,4 Prozent – daraus wurde jedoch nichts. Das sorgt für Stirnrunzeln," kommentierte Andreas Lipkow von CMC Markets. "Die schwächelnden Konsumausgaben spiegeln die Abkühlung am Arbeitsmarkt wider." Die morgigen Statistiken zum US-Jobwachstum werden daher mit angehaltenem Atem erwartet; ob das Bild sich weiter eintrübt oder gar beschleunigt, bleibt die große Frage. Parallel dazu rutschte der Euro bis Dienstagabend leicht ab und wurde mit 1,1894 US-Dollar gehandelt (bzw. ein Dollar kostete 0,8408 Euro). Auch beim Gold zeigte sich Schwäche: Der Preis für eine Feinunze sackte auf 5.029 US-Dollar ab (-0,6 Prozent) – umgerechnet 135,94 Euro pro Gramm. Der Ölpreis hingegen zeigte wenig Bewegung, mit einem Brent-Preis von 69,06 US-Dollar pro Barrel lediglich winzige 2 Cent über dem letzten Schluss. Seltsam, wie die Märkte trotz der nervösen Stimmung solchen Miniaturbewegungen nachjagen.
Obwohl die Börsen in den USA schwankend schlossen, bereiten sich die meisten Akteure auf möglicherweise wichtige Impulse durch die morgen erwarteten US-Arbeitsmarktdaten vor. Die enttäuschend stagnierenden Einzelhandelsumsätze signalisierten eine schwindende Konsumlaune, was auf eine Abschwächung des Arbeitsmarkts zurückgeführt wird; in diesem unsicheren Umfeld suchen Anleger Orientierung, während die Kurse von Gold und Öl nur marginale Veränderungen zeigten. Neueste Analysen internationaler Medien legen nahe, dass eine gemischte Wirtschaftslage vorherrscht: Die Inflation kühlt sich nur zögerlich ab, Unternehmen reagieren mit vorsichtigem Personalmanagement, und die internationalen Märkte beobachten nervös die nächsten geldpolitischen Schritte der US-Notenbank, die immer noch vom Inflationsdruck, aber auch von den Sorgen um das Wachstum getrieben ist.