Mit dem neuen Verteidigungsabkommen schlagen EU und Australien ein neues Kapitel auf: Die engere Kooperation soll nicht nur das sicherheitspolitische Gewicht beider Seiten stärken, sondern auch wirtschaftliche Interessen – etwa bei der Unterstützung der Ukraine – verzahnen. Hintergrund ist auch, dass Australien nach der U-Boot-Krise 2021 wieder verstärkt auf europäische Partner setzt. Der Deal zeigt exemplarisch, wie globale Machtbalance, Verteidigungsindustrie und diplomatische Signale ineinandergreifen. Laut aktueller Medienberichte sehen Experten das Abkommen zudem als Teil der Strategie der EU, sich in der indopazifischen Region stärker aufzustellen und Allianzen gegen autokratische Regime wie China und Russland zu schmieden. Nach Recherchen von SPIEGEL und FAZ wird die Einbindung Australiens in europäische Verteidigungsstrukturen auch mit Blick auf den Technologietransfer und gemeinsame Rüstungsprojekte bewertet. Kritische Stimmen auf ZEIT betonen allerdings, dass eine festere sicherheitspolitische Bindung an Australien weitere diplomatische Balanceakte vor allem gegenüber China nötig machen dürfte.