Grüne warnen: Arme Kinder drohen durch Sanktionen der Grundsicherung zu verlieren

Nach kontroversen Gesetzesänderungen bei Hartz-IV-Nachfolger Bürgergeld fürchten die Grünen, dass Kinder und Jugendliche zum Leidtragenden von gestrichenen Leistungen werden könnten – obwohl die Regierung das Risiko kleinredet. Die Zahlen von Kindern in Armut sind bereits alarmierend.

heute 00:05 Uhr | 5 mal gelesen

Auch wenn das Bundesarbeitsministerium beschwichtigt – die Bedenken der Grünen reißen nicht ab. Es geht um Sanktionen bei der Grundsicherung: Werden Eltern die Leistungen gekürzt oder gestrichen, trifft es unausweichlich auch deren Kinder. Grünen-Politiker Timon Dzienus findet deutliche Worte: 'Armut ist schon jetzt für Millionen Realität. Kinder trifft jede Einschränkung doppelt hart.' Die Regierung verweist zwar auf Schutzmechanismen, etwa dass der Regelbedarf nur bei Pflichtverletzungen des erwerbsfähigen Erwachsenen gekürzt würde und Unterkunftskosten gesichert blieben. Doch im Alltag, so fürchten Sozialpolitiker, geraten Familien oft schnell ins Abseits. Statistisch betrachtet lebt bereits ein Drittel der Tafelnutzer in Deutschland im Minderjährigenalter – Tendenz steigend. Wieder einmal prallen politische Theorie und die nüchternen Lebensrealitäten der Kinder aufeinander. Und mal ehrlich: Wer kann wirklich garantieren, dass Schutzmechanismen auch in jeder Familienkonstellation zuverlässig funktionieren – besonders, wenn das behördliche Räderwerk eilt oder knirscht?

Die Debatte um die Reform der Grundsicherung, bei der strengere Sanktionen durchgesetzt werden, sorgt weiter für Diskussionen: Das Arbeitsministerium sieht die Kinder abgesichert, doch Vertreter der Grünen und Sozialverbände meldeten zuletzt vermehrt Zweifel an, ob die vorgesehenen Schutzmechanismen im Alltag ausreichen. Laut aktuellen Zahlen sind bereits 1,8 Millionen Kinder von Grundsicherung abhängig; gleichzeitig belegt eine neue Studie, dass Sanktionen das Armutsrisiko verschärfen und langfristig zu sozialer Ausgrenzung führen können. In den Medien wird auch auf die gravierende Rolle der Tafeln hingewiesen, bei denen mittlerweile etwa ein Drittel aller Berechtigten Kinder sind – eine Entwicklung, die auf die lückenhafte soziale Absicherung hinweist. Nach neuesten Recherchen sind die sozialen Träger überlastet: Viele Kommunen berichten von einem Anstieg an Kindern, die auf ergänzende Essensausgaben angewiesen sind, da gestrichene Leistungsteile praktisch nur selten reibungslos kompensiert werden. In politischen Talkshows und Artikeln der vergangenen Tage kommt zudem die Sorge auf, dass Schutzvorschriften für Kinder im bürokratischen Alltag häufig ins Leere laufen und Kinder als 'Kollateralschaden' politischer Sanktionen zurückbleiben. Aktuelle Artikel unterstreichen die Forderung nach einer unabhängigen Evaluierung der Effekte auf minderjährige Leistungsbeziehende.

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