Howard Carpendale rät jungen Musikern: "Basketball bringt mehr Chancen als Musik"

Howard Carpendale warnt Nachwuchstalente: Dank KI-Wettstreit und Track-Flut sind echte Musik-Karrieren heute fast ein Ding der Unmöglichkeit.

17.02.26 01:02 Uhr | 22 mal gelesen

"Versucht’s doch lieber mit Basketball, das scheint heutzutage fast sinnvoller zu sein als Musik", so Carpendale gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Seine Warnung fußt auf der Überzeugung, dass Künstliche Intelligenz mit Leichtigkeit Songs erschafft, während sich Künstler regelrecht im Dschungel neuer Veröffentlichungen verirren. Wie er betont, erscheinen weltweit um die 80.000 neue Songs – täglich. Talent, Leidenschaft und Originalität scheinen an Streamingportalen abzuprallen. "Wer heute einen Musiktraum hat, muss viel Hoffnung mitbringen – und vielleicht ein Gebet dazu", meint Carpendale ironisch, während er selbst nicht mehr an einen weiteren Pop-Hit aus der eigenen Feder glaubt. Er blickt ohne Illusionen auf den Musikmarkt: "Das Geschäft hat sein Herz verloren."

Howard Carpendale spricht aus, was viele in der Branche nur hinter vorgehaltener Hand sagen: Der Musikmarkt ist durch die Flut an KI-generierten Songs und massive Konkurrenz auf Streamingplattformen beinahe unzugänglich geworden. Junge Künstler hätten kaum noch eine realistische Chance, sich zu etablieren, so Carpendale – stattdessen empfiehlt er augenzwinkernd den Wechsel zu Sportarten wie Basketball, wo die Zukunftsaussichten offenbar rosiger erscheinen. Der Musiker beklagt das künstliche Überangebot, den verlorenen Funken und sagt von sich selbst: Auch er rechne nicht mehr mit künstlerischem Durchbruch. Aktuelle Recherchen zeigen, dass diese Sichtweise nicht aus der Luft gegriffen ist: Laut einem Artikel auf der FAZ wird die Rolle von KI in Musik und anderen kreativen Branchen intensiv diskutiert; viele sehen die Gefahr, dass Authentizität und Individualität untergehen (Quelle: FAZ). Die Süddeutsche berichtet, dass selbst etablierte Musiker zunehmend Schwierigkeiten haben, im Streaming-Zeitalter sichtbar zu bleiben (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Zudem berichtet t3n, dass KI-Algorithmen Spotify & Co. mit immer mehr Tracks überschwemmen, was auch internationalen Newcomern den Zugang erschwert (Quelle: t3n).

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