Wiebke Winter rechnet mit überwältigender Rückendeckung für Merz beim CDU-Parteitag

Die CDU-Politikerin und Vorsitzende der Bremer Bürgerschaftsfraktion Wiebke Winter sieht Parteichef Friedrich Merz kurz vor dem CDU-Parteitag klar auf Erfolgskurs – und hat auch selbst Pläne.

heute 06:52 Uhr | 4 mal gelesen

Wiebke Winter, die nicht gerade durch Zurückhaltung auffällt, hat sich im Gespräch mit Politico festgelegt: Merz holt mehr als 90 Prozent der Stimmen, basta. Ihre Begründung? Merz leiste solide Arbeit, besonders außenpolitisch lenke er das Schiff Deutschland souverän – man merkt, ihre Loyalität ist keine laue Brise. "Er taugt als Kanzler und als CDU-Chef gleichermaßen", meint sie, und selbst kritische Stimmen innerhalb der Partei beunruhigen sie nicht. Ganz nebenbei werkelt Winter auch an ihrer eigenen politischen Karriere: Im CDU-Präsidium möchte sie vor allem das Thema Generationengerechtigkeit voranbringen, wobei sie mutige Reformen beim Thema Rente auf die Agenda setzen will. Netzpolitisch ungewöhnlich klar steht für sie außerdem fest: Klimaschutz und Modernisierung schließen sich für sie nicht aus. In Sachen Bündnisse bleibt sie jedoch pragmatisch – mit Grünen, SPD oder FDP könne man reden, so Winter, aber entscheidend sei für sie Stärke der eigenen Union. Und während sie in Bremen frischen Wind im Rathaus fordert – nach Jahrzehnten SPD, wie sie betont – hält sie sich mit einer eigenen Spitzenkandidatur noch bedeckt. "Wir werden sehen, was die kommenden Wochen bringen", sagt sie.

Wiebke Winter, CDU-Fraktionsvorsitzende aus Bremen, sieht Friedrich Merz bei der anstehenden Parteivorsitzendenwahl der CDU mit einer Zustimmung von deutlich über 90 Prozent; sie betont damit die geschlossene Unterstützung innerhalb der Partei, trotz vereinzelter innerparteilicher Kritik. In inhaltlicher Hinsicht legt Winter für ihre mögliche Rolle im CDU-Präsidium besonderen Wert auf Generationengerechtigkeit und drängt auf Reformen der Rentenpolitik. Gleichzeitig bleibt sie in Koalitionsfragen offen, fordert aber einen Regierungswechsel in Bremen nach Jahrzehnten SPD-Herrschaft – eine Frage, ob sie selbst als Spitzenkandidatin antritt, lässt sie offen. Neue Einschätzungen seriöser Medien (Stand Juni 2024) gehen davon aus, dass Merz trotz einiger parteiinterner Unruhe vermutlich als Parteivorsitzender bestätigt und Winters Schwerpunkt auf Rente sowie Klimathemen in der CDU eine größere Bühne erhalten werden. In den letzten 48 Stunden berichteten mehrere Medien ausführlich über Konfliktlinien in der CDU zwischen konservativen und fortschrittlichen Kräften; die Debatte um das Profil der Partei sowie ihre künftige Bündnispolitik bleibt dynamisch. Aktuelle Stimmen mahnen indes, die CDU müsse sich nicht nur mit dem politischen Gegner, sondern auch mit gesellschaftlichen Erwartungen an Modernisierung, soziale Absicherung und nachhaltige Politik auseinandersetzen.

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