Manchmal verläuft ein Spiel so, wie es in den Lehrbüchern geplant ist – selten spektakulär, aber gnadenlos effizient. Bremen legte zu Beginn mit viel Elan los, als wollten sie das Drehbuch umschreiben. Doch wie oft schon hatte man genau diese Szene gesehen? Nach ein paar mutigen Minuten der Bremer war die bayerische Maschinerie wieder dominant: Harry Kane traf in der 22. Minute nach berechtigtem Elfmeter und legte mit einem unfassbaren zweiten Treffer nach, der beinahe so beiläufig wirkte, als hätte er ihn im Schlaf erzielt. Danach schien das Spiel praktisch gelaufen – Bremen kämpfte, verpuffte aber an der resoluten Defensive und dem überraschend starken Jonas Urbig im Tor der Bayern. Für einen Moment erinnerte das Spiel daran, wie Fußball Momente des Aufbäumens und zugleich bittere Lektionen im Pragmatismus sein kann. Goretzka setzte nach einem schnellen Angriff den Schlusspunkt. Insgesamt? Viel Engagement der Gastgeber, wenig Ertrag. Auf beiden Seiten wurde fleißig durchgewechselt, Karten gab es ebenfalls einige – doch das schien nur Randnotiz. Die Bayern schaukelten die Partie routiniert nach Hause, Bremen blieb trotz aller Mühen gewohnt torarm. Übrigens: Auch die anderen Partien boten reichlich Tore und klare Resultate.
Der FC Bayern konnte seinen Anspruch auf die Tabellenspitze mit einem souveränen Auswärtssieg bei Werder Bremen untermauern. Besonders bemerkenswert war die mannschaftliche Geschlossenheit sowie das nahezu fehlerfreie Defensivverhalten, unterstützt durch Nachwuchskeeper Jonas Urbig, der seine Feuertaufe nach der Verletzung von Manuel Neuer mit Bravour bestand. Viel wurde über Kanes beeindruckende Effizienz gesprochen, doch ebenso auffällig war, wie das Team Nahtlos umstellte – bemerkenswert in einer Phase, in der viele andere Bundesligisten straucheln.
Nach weiterer Internetrecherche ergab sich, dass Bayern einerseits auf die schlechte Auswärtsbilanz der Bremer setzte und taktisch die Räume im Mittelfeld dichtmachte (vgl. aktuelle Spielanalysen auf Zeit Online). Außerdem zeigte sich, dass insbesondere Jamal Musiala und Alphonso Davies nach ihren Einwechslungen für frische Impulse sorgten – die Bank der Münchener bleibt weiterhin tief besetzt. Die Stimmung bei Werder ist hingegen ambivalent: einerseits Stolz auf das kämpferische Auftreten, andererseits wächst der Druck wegen der torlosen Spiele. Laut 'Spiegel Online' wird auch diskutiert, wie Bayern nach der Rückkehr von Manuel Neuer die Torhüterfrage lösen wird.