Das erste Sonntagsspiel am 22. Spieltag der Bundesliga war, ehrlich gesagt, kein fußballerisches Feuerwerk. Anfangs tasteten sich Augsburg und der 1. FC Heidenheim vorsichtig ab – beide Teams wirkten fast so, als hätten sie einen Pakt zum Nichtangreifen geschlossen. Heidenheim zeigte sich in den ersten Minuten allerdings etwas quirlier, während Augsburg sich mühsam ins Spiel tastete. Richtige Torchancen? Fehlanzeige bis weit nach der Pause; stattdessen viel Mittelfeldgeplänkel und zähe Zweikämpfe – typisch Abstiegskampf-Flair eben.
Erst mit dem Seitenwechsel wurde die Partie einen Tick lebendiger, auch weil Heidenheim kurz die Schlagzahl erhöhte. Doch Augsburg verteidigte clever, hielt die Null und wartete auf den einen Moment. Der kam dann tatsächlich: In der Schlussphase zog Schlotterbeck in den Strafraum und wurde von Benedikt Gimber gelegt – den fälligen Elfmeter verwandelte Claude-Maurice mit bemerkenswerter Ruhe zum 1:0. Heidenheim warf danach noch mal alles nach vorn, aber am Ende reichte Augsburg eine solide Defensive und ein einziger Treffer.
So bleiben die Gäste am Tabellenende hängen, während Augsburg mit dem Sieg kleine Hoffnungsschimmer Richtung einstelligen Tabellenplatz sieht. Nächste Woche stehen beide Teams wieder vor schweren Aufgaben: Augsburg in Wolfsburg, Heidenheim empfängt Stuttgart. Vielleicht wird’s ja dann etwas mutiger.
Augsburg gewinnt ein umkämpftes, aber spielerisch eher blasses Spiel knapp gegen Heidenheim durch einen späten Elfmeter von Alexis Claude-Maurice. Das Spiel war geprägt von defensiver Stabilität und wenig Offensivszenen, besonders in der ersten Halbzeit fiel beiden Mannschaften wenig ein. Der Sieg schiebt Augsburg in der Tabelle leicht nach oben, während Heidenheim weiterhin das Schlusslicht bleibt. Laut Berichten aus anderen Medien kam es vor dem Spiel vereinzelt zu Fanprotesten gegen die anhaltenden DFL-Investorpläne, was sich durch Plakate und längere Spielunterbrechungen bei anderen Partien zeigte. Augsburgs Trainer Thorup bezeichnete den Sieg als „unbedingt notwendig“, während sich Heidenheims Coach Schmidt enttäuscht über die ausgelassenen Torchancen äußerte und auf die kommenden schwierigen Wochen verwies. Die Bedeutung der Partie für beide Teams im Kampf gegen den Abstieg wurde auch auf sozialen Medien intensiv diskutiert. Insgesamt zeichnet sich ab, dass der Abstiegskampf noch einige Wendungen bereithält.