Merz: Entlastungsprämie soll auch 2027 weiterlaufen

CDU-Chef und Kanzler Friedrich Merz will Unternehmen ein längeres Zeitfenster für die steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro gewähren – nach seinen aktuellen Plänen sogar bis einschließlich 2027.

heute 20:59 Uhr | 5 mal gelesen

Auf Nachfragen zu Kritik und Skepsis an der Prämie, zeigte sich Merz unbeirrt: „Ich sehe die Einwände, kann sie aber nicht teilen.“ Aus seiner Sicht gehe es darum, den Firmen und Beschäftigten in unsicheren Zeiten die Last von Steuern und Sozialabgaben ein Stück weit von den Schultern zu nehmen. Schon zuvor hatte sich angedeutet, dass die Regierung die eigentlich bis Ende 2026 geplante Frist nach hinten verschieben könnte. Am Tag vorher hatte sogar das Bundesfinanzministerium durchblicken lassen, dass das Thema wohl noch eine Runde im Parlament drehen wird. Interessant dabei: Die Maßnahme soll sich grob an der 'Inflationsausgleichsprämie' orientieren, von der die Leute zwischen 2022 und 2024 immerhin mehr als zwei Jahre lang profitieren konnten. Eigentlich ein typischer politischer Kompromiss – nicht jeder mag ihn, aber besser als stilles Aussitzen.

Aktuell steht die Bundesregierung unter Druck, gezielte Entlastung für Arbeitnehmer und Wirtschaft zu schaffen, da hohe Lebenshaltungskosten und stagnierende Reallöhne viele Menschen in Deutschland beschäftigen. Das Vorhaben, die steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie zu verlängern, stößt allerdings nicht nur auf Zustimmung: Gewerkschaften warnen, dass solche Maßnahmen die dringend nötigen strukturellen Reformen im Sozialstaat nicht ersetzen und eher als 'Flickwerk' empfunden werden könnten. Dennoch sieht Merz die Prämie als wichtiges Zeichen, dass Politik handlungsfähig ist – andere Quellen betonen jedoch, dass gerade kleinere Unternehmen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten haben, die Mittel überhaupt bereitzustellen.

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