Dobrindt bleibt pro-amerikanisch trotz Grönland-Debatte

CSU-Politiker Alexander Dobrindt plädiert für ein fortbestehendes, konstruktives Verhältnis zu den Vereinigten Staaten – auch nach den jüngsten Spannungen um mögliche US-Ansprüche auf Grönland.

24.01.26 00:03 Uhr | 46 mal gelesen

Alexander Dobrindt findet klare Worte: Mit den Amerikanern müsse Europa auf Augenhöhe reden, unabhängig davon, wie irritierend oder herausfordernd einzelne US-Initiativen sein mögen. 'Manchmal sind die Wellen so hoch, dass man kaum noch irgendwas erkennt – trotzdem gehört der Dialog zum politischen Alltag', so Dobrindt, als hätte er gerade ein Gewitter erlebt. Seine Überzeugung: Die Gespräche mit den USA müsse man pflegen, Kompromisse suchen, auch wenn es anstrengend und mitunter zermürbend ist. Und doch: Einen Seitenwechsel empfiehlt er nicht. Die Balance gegenüber östlichen Staaten – vor allem im Hinblick auf Russlands Krieg in der Ukraine – hält er für existenziell. Kurz: Ablenken lassen dürfe sich Europa davon nicht; vielmehr sei Einigkeit im sogenannten Westen gefragt. Echte Glättung gibt es eben selten, manchmal genügt das Bewusstsein, dass man weiterreden muss.

Dobrindt, Mitglied der CSU und bekanntermaßen kein Freund plötzlicher Kehrtwenden, pocht darauf, das transatlantische Band zu den USA nicht leichtfertig zu gefährden – selbst wenn Diskussionen wie die um Grönland für ordentlich Reibung sorgen. Natürlich lässt er durchblicken, dass politisches Miteinander weit weg von Harmonie sein kann, gerade in unsicheren Zeiten. Doch seine Hauptsorge gilt unverkennbar Europas Position im Osten, speziell in Bezug auf die Ukraine: Ein Schulterschluss mit den USA und das Festhalten am Dialog erscheinen ihm notwendig, um globale Konflikte nicht weiter eskalieren zu lassen. Internetrecherche ergab, dass in den letzten Tagen besonders die Rolle Europas im Ukraine-Krieg, die laufenden Beziehungen zu den USA sowie geopolitische Spannungen im Norden (etwa bezüglich Arktis/Grönland) in den Medien diskutiert wurden. Nach Recherchen bei etablierten Nachrichtenportalen lässt sich der aktuelle Tenor so zusammenfassen: Die Mehrheit deutscher und europäischer Politiker betont weiterhin die Notwendigkeit eines starken Westens Als Gegenpol zu Russland und China und warnt davor, mögliche Querelen mit den USA überzubewerten. Auch wird gemahnt, dass Instabilität im Atlantikbündnis Europas Sicherheit gefährden könnte.

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