NATO plant neue ‚heiße Zone‘ an der Ostgrenze: Automatisierte Verteidigung bis 2027

Die NATO verstärkt in den kommenden zwei Jahren massiv ihre militärische Präsenz an der Grenze zu Russland und Weißrussland. Neben mehr gelagerten Waffen und Munition will das Bündnis vor allem durch Automatisierung und robotergestützte Systeme den Grenzraum zu einer schwer überwindbaren Verteidigungslinie ausbauen. Brigadegeneral Thomas Lowin spricht offen von einer ‚heißen Zone‘ – und stellt erstmals das Konzept ‚Eastern Flank Deterrence Line‘ vor.

heute 08:30 Uhr | 2 mal gelesen

Bis spätestens Ende 2027 soll laut Informationen aus Militärkreisen eine umfassend automatisierte, robotergestützte Verteidigungszone an der Ostgrenze der NATO zu Russland und Weißrussland Wirklichkeit werden. Nach Aussagen von Brigadegeneral Lowin stellt diese „Joint Effects Zone“ einen multidimensionalen Verteidigungsgürtel dar: Sensoren und automatische, teils bewaffnete Systeme sollen Eindringlinge schnell erfassen und unmittelbar bekämpfen. Die Idee dahinter ist, den Vorstoß feindlicher Kräfte zu bremsen, zu zermürben und ihre Bewegungen gezielt zu lenken, ohne dabei eigenes Personal unnötig zu riskieren. Der Bereich wäre, so Lowin, nahezu menschenleer – Maschinen und künstliche Intelligenz übernehmen die Hauptarbeit; die Verteidiger selbst bleiben größtenteils in Deckung. Polnische und rumänische Grenzbereiche dienen bereits als Testräume für diese hochmoderne Strategie. Unklar bleibt allerdings, wie sich diese Technisierung im Ernstfall bewährt – zu viel Optimismus in Richtung vollständiger Automatisierung könnte sich im Konfliktfall auch rächen. Ein wenig klingt das alles wie Science-Fiction, aber ehrlich gesagt: Die politischen Spannungen machen aus solchen Visionen mittlerweile ernstgemeinte Pläne.

Die NATO rüstet an ihrer Ostflanke massiv auf. Neue automatisierte Systeme und umfangreiche Waffen- und Munitionsdepots sollen bis 2027 eine technisch hochentwickelte Verteidigungslinie schaffen, die den Gegner im Ernstfall bereits vor dem eigentlichen Auffeinandertreffen empfindlich schwächt. Kern des Vorhabens ist eine weitgehend menschenleere, mit Sensoren, Drohnen und Robotern gesicherte Zone an der Grenze zu Russland und Weißrussland – Testläufe laufen in Polen und Rumänien. Nach Recherchen verschiedener Medien wächst zugleich die Sorge, wie weit Automatisierung und Mensch-Maschine-Kriegsführung überhaupt belastbar und verantwortbar sind, da Fehlfunktionen und ethische Grauzonen eine Rolle spielen. In anderen NATO-Mitgliedsstaaten wird das Konzept kritisch wie gespannt verfolgt, zumal es auch als deutliches Signal an Moskau gilt.

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