General Wiggers rückt das Augenmerk weniger auf Massen von Soldaten, sondern fordert gezielte, technologisch gestützte Überwachung der Arktis. Die Nato müsse laut ihm in der Polarregion nicht nur Präsenz zeigen, sondern auch modernste Technik einsetzen – etwa Satelliten oder Drohnen –, um jederzeit ein klares, möglichst aktuelles Bild der Lage zu haben. Interessanterweise betont er, dass die riesigen Ausmaße Grönlands konventionelle Ansätze ineffizient machen und sieht die Herausforderung vor allem in der beständigen, smarten Kontrolle des Gebiets. Politisch spielt zudem die angespannte Lage mit Russland und China und die jüngsten Äußerungen Donald Trumps eine Rolle: Dennoch gibt sich Wiggers trotz aller Unwägbarkeiten der internationalen Politik hinsichtlich der Verteidigungsfähigkeit Grönlands demonstrativ gelassen; auf dem Spiel steht vielmehr die Anpassungsfähigkeit sicherheitspolitischer Konzepte in einer sich wandelnden Welt. Neue Berichte betonen, dass nicht nur Dänemark, sondern auch andere arktische Anrainerstaaten verstärkte Aufmerksamkeit in die Region lenken, um sich gegen potenzielle geopolitische Verschiebungen zu wappnen. In Dänemark wie in ganz Europa wird intensiv darüber diskutiert, welche Rolle moderne Überwachung und internationale Kooperation beim Schutz klimatisch und strategisch sensibler Regionen in Zukunft spielen müssen.