Mitgliederboom bei den Linken – Junger, weiblicher und doppelt so groß

Im Jahr 2025 erlebt die Linke einen massiven Schub: Ihre Mitgliedszahlen schnellen in die Höhe, und das Profil der Partei wandelt sich.

heute 00:02 Uhr | 4 mal gelesen

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte die Partei Die Linke laut der 'Bild' insgesamt 123.126 Mitglieder. Das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr, als noch 58.532 Mitglieder gelistet wurden – die Steigerung gegenüber 2023 mit 50.251 Mitgliedern setzt sich also fort. Auffällig ist dabei ein tiefgreifender Wandel in der dazugehörigen Mitgliederstruktur: Das durchschnittliche Alter ist auf 38,6 Jahre gesunken, ein herber Rückgang im Vergleich zu den 45 Jahren im Vorjahr. Damit ist Die Linke eigenen Angaben nach die Partei mit den jüngsten Mitgliedern bundesweit. Auch der Frauenanteil erreicht mit 44,6 Prozent einen historischen Höhepunkt und liegt deutlich höher als 2024 (40,3 Prozent). Als Ursachen für diesen Anstieg werden unter anderem Angst vor einem politischen Rechtsruck, die wachsende soziale Ungleichheit und das Engagement gegen hohe Wohnungspreise genannt. Die starke Aktivierung spiegelt sich wider: Viele der frisch beigetretenen Mitglieder packen aktiv mit an – bei Haustürgesprächen oder Aktionen rund ums Thema Wohnen. Beachtlich: Im Wahlkampf 2025 wurden laut Parteikreisen um die 600.000 Haustüren besucht. Parteichefin Ines Schwerdtner bringt es auf den Punkt: 'Die Linke ist heute jünger, weiblicher – und größer denn je. Dieser Ansturm kommt nicht zufällig. Menschen suchen aktuell eine politische Heimat, die dem Rechtsruck und den Ungleichgewichten entgegentritt. Viele sind nicht nur Mitglied, sondern gestalten direkt lokal mit.' Fügt man dem subjektiv hinzu, fühlt man quasi förmlich das Bedürfnis vieler, mehr als nur Zuschauer auf der politischen Bühne zu sein.

Die Linke feiert 2025 einen Rekord bei den Mitgliederzahlen und erfährt einen grundlegenden Wandel hin zu einer jüngeren und weiblicheren Partei. Getragen wird dieser Boom vor allem durch eine Unzufriedenheit mit dem politischen Klima in Deutschland, insbesondere in Bezug auf Rechtsruck, sozialer Gerechtigkeit und Mietenproblematik. Interessant: Auch laut aktuellen Artikeln anderer Medien ist der Mitgliederzuwachs kein isoliertes Phänomen – viele Parteien erleben 2025 Verschiebungen in der Basis, oft ausgelöst durch gesellschaftliche Polarisierung und Bewegungen, bei denen jüngere Menschen nach mehr politischer Teilhabe suchen. Die Linke hebt sich aber besonders durch das niedrige Durchschnittsalter und den hohen Anteil an aktiven, neuen Mitgliedern hervor. Parallel gibt es Berichte über verstärkte Mobilisierung bei Haustüraktionen und gezielten Kampagnen – ein klarer Trend zur Basisarbeit, den andere Parteien kritisch beobachten. Obwohl nicht alle sagen, dass dies zwingend Wahlerfolge nach sich zieht, ist nicht zu leugnen, dass hier eine Generation wächst, die nicht einfach nur mitläuft, sondern aktiv versucht, Politik zu formen.

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