Das Hamburger Derby zwischen St. Pauli und dem HSV endete verdient remis – beide Teams waren defensiv höchst konzentriert und neutralisierten sich im Mittelfeld nahezu komplett. Viel Herz, wenig Risiko: Was fehlte, waren zwingende Chancen, obwohl nach der Pause beide Mannschaften jeweils kurze Offensivphasen hatten. In der Bundesligatabelle bleibt die Ausgangslage damit für beide Vereine nahezu unverändert; St. Pauli behauptet sich in der Spitzengruppe, der HSV lauert weiterhin auf seine Chance.
Aktuelle Medienberichte unterstreichen, dass solche torlosen Derbys in Zeiten des Abstiegskampfs und Aufstiegsdrucks kein Ausreißer sind – auch andere Zweitliga-Spiele am Wochenende zeichneten sich durch kompakte Verteidigungsarbeit und wenig Spielfluss aus. Interessant ist, dass dieses Unentschieden in der brisanten Derby-Historie beider Vereine keineswegs ein seltener Anblick ist: Schon 13-mal zuvor blieb das Millerntorduell ohne Sieger, was die angespannte Rivalität weiter anheizt. Die Stimmung im Stadion war dennoch elektrisierend, das Publikum hielt nach Abpfiff an seinem Applaus fest – vielleicht auch, weil in diesen Derbyspielen manchmal das Ergebnis zweitrangig erscheint und das Ritual des Aufeinandertreffens mehr zählt als ein einzelner Sieg.
23.01.26 22:31 Uhr