Nur ein Viertel iranischer Asylsuchender erhält Schutzstatus in Deutschland

Aktuell bekommt nur rund jeder vierte Asylantragsteller aus dem Iran tatsächlich einen Schutzstatus in Deutschland zugesprochen.

heute 00:03 Uhr | 3 mal gelesen

Laut Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die über das Redaktionsnetzwerk Deutschland publik gemacht wurden, wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 insgesamt 891 Anträge iranischer Staatsangehöriger entschieden. Dabei lag die sogenannte Gesamtschutzquote — die Prozentsumme derer, die als Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte oder mit Abschiebungsverbot anerkannt wurden — bei 27,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (2023), als die Quote bei etwa 22,8 Prozent von über 11.000 Entscheidungen lag, ist zwar ein leichter Anstieg zu verzeichnen, aber das Niveau bleibt ausgesprochen niedrig. Die Gründe? Offenbar bleibt viel im Ungefähren. Zwar verweist die Behörde auf die angespannte Lage im Iran, doch inwieweit diese oder die dynamische Situation in der gesamten Region unmittelbaren Einfluss auf die Entscheidungspraxis hat, ist sowohl für das BAMF wie auch für Beobachter schwer greifbar. „Es ist momentan kaum absehbar, wie sich das alles entwickelt“, so ein Sprecher, viele Fragen hängen wie Nebelschwaden in der Luft. Übrigens: In Krisenzeiten mischen sich oft individuelle Geschichten und globale Politik, was die Lage weiter verkompliziert. Wer mit klaren Prognosen rechnet, wird also wohl enttäuscht.

Nach jüngsten Zahlen des BAMF erhält nur etwa ein Viertel der iranischen Asylbewerber in Deutschland Schutz, wobei sich die Gesamtschutzquote zuletzt etwas erhöht hat. Die deutsche Asylpraxis ist komplex und hängt stark von der politischen Situation im Herkunftsland ab, aber auch von sich stetig wandelnden rechtlichen Rahmenbedingungen und europäischen Vorgaben. Beobachter weisen darauf hin, dass die politische Instabilität im Iran zwar die Schutzbedürftigkeit einzelner Gruppen erhöhen kann, aber die Entscheidungspraxis bleibt weiterhin restriktiv – auch angesichts des politischen Drucks in Deutschland und europaweit, irreguläre Migration stärker zu regulieren.

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