SPD weist CDU-Idee zurück: Eigenheim nicht als Pflege-Kasse

Die SPD zeigt sich empört über den CDU-Vorschlag, Wohneigentum künftig stärker zur Deckung von Pflegekosten im Alter heranzuziehen. Fraktionsvize Albert Stegemann (CDU) stieß mit seiner Idee bei Christos Pantazis, dem gesundheitspolitischen Sprecher der SPD, auf entschiedene Ablehnung: Wer so fordere, müsse offen sagen, was das für Eigentümer bedeutet. Für viele Familien stelle das Zuhause das Ergebnis harter Arbeit dar – nicht etwa eine schnell verfügbare Finanzreserve.

29.05.26 01:03 Uhr | 43 mal gelesen

Im Alter ist eines besonders wichtig: Vertrauen darin, dass man nicht plötzlich um das eigene Dach über dem Kopf fürchten muss, nur weil Pflege nötig wird. Genau diese Angst, so argumentiert die SPD, könnte durch den CDU-Vorschlag wachsen. Nicht nur Parteienvertreter, auch unabhängige Stimmen äußerten Bedenken. Der Verband Wohneigentum mit Sitz in Bonn merkt an, dass Immobilien schon heute für die Pflegekosten berücksichtigt werden, sofern sie nicht selbst bewohnt werden oder nahe Angehörige dort leben. Hier wird ein Knoten sichtbar: Zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Absicherung gibt es kein simples Schwarz-Weiß. Verena Örenbas bringt es ziemlich treffend auf den Punkt: Für viele steht der Besitz des Eigenheims nicht für Luxus, sondern für ein Stück Sicherheit. Noch schärfer formuliert es Verena Bentele vom VdK. Sie sieht in den Forderungen nach mehr privater Vorsorge einen ziemlich zynischen Zug, da sich schon jetzt zahlreiche Menschen Pflege nur schwer leisten können. Im Ergebnis bleibt, so die SPD, dass Eigentum nicht als Selbstbedienungsladen für die Pflegefinanzierung taugt.

In der Diskussion um die Zukunft der Pflegefinanzierung lehnt die SPD den CDU-Vorstoß ab, dass Menschen verstärkt ihr selbstgenutztes Wohneigentum oder private Ersparnisse zur Finanzierung der Pflege einsetzen sollen. Argumentiert wird, dass das Eigenheim für viele Familien einen Schutzschild fürs Alter und kein liquides Vermögen darstellt. Die Debatte steht exemplarisch für den Konflikt zwischen individueller Vorsorge und gesellschaftlicher Solidarität. Aktuelle Recherchen zeigen außerdem, dass sich der Pflegenotstand in Deutschland weiterhin zuspitzt und tausende Pfleger fehlen (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)), während die Bundesregierung parallel an Strategien für eine nachhaltigere Pflegefinanzierung arbeitet – unter anderem durch Entlastung der Pflegekassen (Quelle: [Spiegel](https://www.spiegel.de)). Verschiedene Wohlfahrtsverbände warnen vor sozialen Ungleichheiten, sollte die Pflege immer mehr zu einer privaten Angelegenheit werden (Quelle: [taz](https://taz.de)).

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